Frau mit gestylten Fingernägeln und künstlichen Wimpern.

Wunderschöne Wimpern

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Besonders jetzt im Karneval setzen sie jedem Kostüm die Krone auf: Falsche Wimpern gibt’s in allen Farben, sogar mit Federn und mit Strasssteinen. Von glamourös bis verführerisch ist für jeden Geschmack etwas dabei. Doch auch im Alltag mögen manche nicht auf diesen Butterfly-Effekt verzichten. Wer die eigenen Wimpern als zu kurz oder zu fein empfindet, kann im Handumdrehen etwas mehr Länge und Volumen hinzumogeln – ganz ohne Mascara. Fake Lashes, entweder einzeln oder am Band, sehen mitunter täuschend echt aus. Einfach etwas Kleber drauf, dann mit einer Pinzette möglichst nah auf den eigenen Wimpernkranz setzen und festdrücken. Fertig ist der Eye-Glow. Moment mal: Kleber so nah am Auge – ist das nicht gefährlich?

Experten mahnen immerhin zur Vorsicht. Die Inhaltsstoffe im Wimpernkleber sind zwar nicht mehr so schädlich wie früher, als noch Formaldehyd eingesetzt wurde, dennoch lohnt sich ein kritischer Blick auf die Packung. In der Regel ist heute Acrylat-Copolymer enthalten, ein synthetischer Kunststoff, noch dazu ein Weichmacher. Er kann allergische Reaktionen auslösen und auf der Haut, die rings ums Auge von Natur aus dünn und empfindlich ist, zu Reizungen führen. Gleiches gilt für Propylenglykol, eine chemische Substanz, die zwar im Allgemeinen als sicher gilt, doch ins Auge gelangen sollte sie trotzdem nicht. Wenn das doch passiert, sollten Sie für mehrere Minuten mit klarem Wasser ausspülen. Halten Rötungen, Brennen und Tränen an, dann ab zum Arzt. 

In jedem Fall ist in der Handhabung künstlicher Wimpern Fingerspitzengefühl gefragt. Bei unsachgemäßem Gebrauch kann es zu einer Blepharitis, einer Entzündung der Meibom-Drüsen entlang des Lidrandes, kommen.  

Gibt es denn keine schonende Methode, den eigenen Wimpern auf die Sprünge zu helfen – und sie dabei bestenfalls noch zu pflegen?

Doch! Mit den richtigen Pflegestoffen können Sie auf natürliche Weise mehr Schwung in Ihren Augenaufschlag bringen. Hochwertige Wimpernseren mit Olivenöl und Vitamin E fördern das Wachstum dieser feinen Härchen und lassen sie nach und nach kräftiger erscheinen. Mithilfe eines Wattestäbchens tröpfchenweise auf den Wimpernkranz tupfen und über Nacht einwirken lassen. Attraktiver Nebeneffekt: Das Olivenöl lässt die Wimpern eine Nuance dunkler erscheinen. Rizinusöl gilt als der Wimpern-Booster überhaupt: Es wirkt stimulierend auf den Haarfollikel und unterstützt so die natürliche Wachstumsphase der Wimpern. Außerdem versorgt es die bestehenden Wimpern mit reichlich Feuchtigkeit und macht sie widerstandsfähiger gegen Haarbruch. Beim Kauf Ihrer Produkte achten Sie auf Transparenz: Naturkosmetische Wimpernseren und -cremes sollten frei von Parfüm, Parabenen, Silikonen und Mineralölen sein. Bestenfalls sind sie vegan und PETA-zertifiziert – so tun Sie nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch Tier und Umwelt. Erhältlich sind sie in Ihrer Apotheke.

Seidig-glänzende Wimpern allein sind schon ein Eyecatcher. Um sie noch mehr in Szene zu setzen, legen Sie sich ein paar Utensilien zurecht: Eine Wimpernzange zaubert die perfekte Welle. Aber Vorsicht: Immer erst vor dem Schminken hochbiegen, sonst können die Härchen brechen. Dann einen Primer oder transparente Pflege-Mascara mit Bienenwachs, Jojobaöl oder Hyaluronsäure auftragen – für mehr Fülle und Volumen. Jetzt kommt die Wimperntusche aus Ihrer Apotheke dran. Intensives Schwarz lässt die Augen heller strahlen und mit dem geschwungenen Bürstchen – in leichten Zickzack-Bewegungen – fächern Sie den gesamten Wimpernkranz auf. Vom Ansatz bis zu den Spitzen ziehen, kurz antrocknen lassen und wiederholen. Mit jeder „Lage“ vertieft sich der Wow-Blick. Ein Look, der sich sehen lassen kann.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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