„Brennpunkt“ Knie - Vom: 14.10.2017

„Brennpunkt“ Knie

Nach Einschätzung von Experten leiden in Deutschland etwa sieben bis zehn Millionen Menschen unter einer Arthrose des Kniegelenks. Ein gesunder Lebensstil und die richtige Ernährung können nicht nur vorbeugen, sondern den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen, weiß Cathrin Häusser, Pharmazeutisch-technische Assistentin aus der Stern-Apotheke in Emmerich.

Die Gelenke und dabei vor allem die Knie leisten ein Leben lang Schwerstarbeit, und sollen bis ins hohe Alter im wahrsten Wortsinn „reibungslos“ funktionieren. Doch viele Faktoren des Lebensstils wie falsche Ernährung und Bewegungsmangel oder gelenkbelastendes Übergewicht setzten der Gelenkgesundheit beständig arg zu.

Den Knorpel schützen

Das Problem: Ist der schützende Gelenkknorpel durch Überlastung oder eine falsche Ernährung einmal zerstört, kann er vom Körper nicht mehr ersetzt werden. Reibt dann Knochen auf Knochen, kommt es zu starken, häufig wiederkehrenden Gelenkschmerzen. Das oberste Ziel einer Arthrosebehandlung ist daher die optimale Versorgung des noch erhaltenen Knorpels, um den schmerzauslösenden Prozess des Knorpelabriebs möglichst lange hinauszuzögern.

Gelenkgesund essen

Nahrungsmittel wie Knoblauch, Zwiebeln und Lauchgemüse enthalten einen Wirkstoff, der als knorpelerhaltend gilt. Bananen und Tomaten tragen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ebenfalls zur Vorbeugung gegen Arthrose bei, ebenso wie Milch, Käse, Joghurt, Kohl, Kresse oder Brokkoli.

Bei einer beginnenden Kniegelenkarthrose können pflanzliche Wirkstoffe aus Ihrer Apotheke die Beschwerden lindern. Präparate mit Teufelskralle oder Weidenrinde in ausreichend hoher Dosierung wirken gegen Schmerzen und hemmen Entzündungen. In Ihrer Apotheke werden Sie gerne beraten.

Arthritis oder Arthrose?

Von einer „rheumatoiden Arthritis“, Laien auch unter dem Begriff Rheuma bekannt, sprechen Experten, wenn eine chronische Erkrankung des Immunsystems die Ursache für Entzündungen in den Gelenken ist. Typische Symptome sind schubweise Schmerzen und Schwellungen, die betroffenen Gelenke können sich verformen oder versteifen und werden zuletzt völlig zerstört. Die genauen Auslöser sind bis heute nicht bekannt, diskutiert werden derzeit vor allem genetische Faktoren, aber auch Viren oder Bakterien könnten eine Rolle dabei spielen.

Dagegen bezeichnet eine Arthrose Gelenkschmerzen, die durch den übermäßigen Verschleiß des Gelenkknorpels entstehen. Die Ursachen hierfür sind zum einen ein altersbedingter, schleichender Abbau der gelenkschützenden Knorpelschicht, aber auch Fehlstellungen der Gelenke, Sportverletzungen oder gelenkbelastendes Übergewicht. Begünstigende Faktoren sind Bewegungsmangel sowie eine erbliche Veranlagung.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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