Schuppenflechte: Neue Therapien – neue Chancen - Vom: 11.11.2017

Schuppenflechte: Neue Therapien – neue Chancen

Juckreiz, Hautrötung, Schmerzen: Schuppenflechte beeinträchtigt das Wohlbefinden enorm. Tägliche Hautpflege und Anwendungen von Salben können die Symptome aber oft nicht effektiv lindern. Moderne Medikamente behandeln die Ursache der Erkrankung.

Die Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche Immunerkrankung, die in der Regel schubweise auftritt und von Medizinern als Psoriasis bezeichnet wird. Typisches Symptom neben quälendem Juckreiz und Hautrötung ist eine starke Schuppenbildung: Die silbrigen Schuppen lösen sich beim Kratzen wie Kerzenwachs ab. Sie entstehen durch eine übermäßige Zellwucherung – beim gesunden Menschen dauert die komplette Erneuerung der oberen Hautschicht rund vier Wochen, in den aktiven Phasen der Psoriasis sind es dagegen nur vier Tage.

Entzündung, die unter die Haut geht

Zwar zeigt sich die Schuppenflechte überwiegend auf der Haut und an den Nägeln. Doch Psoriasis ist mehr als eine Hautkrankheit, ein komplexes Entzündungsleiden, dessen Auswirkungen oft den ganzen Körper betreffen. Die Symptome der Schuppenflechte entstehen durch Fehlsteuerungen im Immunsystem, das sich nicht nur gegen Krankheitserreger von außen wendet, sondern körpereigenes Gewebe angreift und dort eine chronische Entzündung auslöst. Vermutet wird, dass die Hautzeichen durch diesen fehlgesteuerten Angriff des Immunsystems (Autoimmunreaktion) gegen Oberhautzellen (Keratinozyten) ausgelöst wird, welche sich als Reaktion darauf sehr stark vermehren.

Die resultierende Entzündungsreaktion kann zu starkem Juckreiz führen, der viele Patienten erheblich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Aber auch die unübersehbaren Hautveränderungen sind eine Belastung für die Betroffenen. Viele ziehen sich deshalb zurück und verbergen ihre Haut. Die Angst vor neugierigen Blicken und negativen Reaktionen ist groß, ebenso das Gefühl, ausgegrenzt zu werden. Das belastet nicht nur den Umgang mit Fremden, sondern erschwert auch den Alltag mit dem Partner und Freunden.

Psoriasis-Arthritis: Wenn auch die Gelenke leiden

Oft bleibt es nicht nur bei Hautveränderungen. Rund 30 Prozent der Betroffenen entwickeln zusätzlich Gelenkbeschwerden mit Schmerzen und Schwellungen, zum Beispiel in Fingern, Knien oder Zehen. Auch geschwollene, schmerzende Sehen, z. B. die Achillessehnen können auftreten. Schuld sind auch hier entzündliche Prozesse, die durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems entstehen. Sie können – ähnlich wie bei Rheuma – dazu führen, dass sich Sport nur noch eingeschränkt ausüben lässt oder dass sogar Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen, Aufräumen oder das Tippen auf der Computer-Tastatur schwerfallen.

Moderne Medikamente greifen gezielt in den Entzündungsprozess ein

In diesen Fällen reicht eine äußerliche Behandlung mit Cremes oder Lotionen nicht mehr aus. Bei mittelschweren und schweren Formen der Psoriasis kommen Tabletten, Injektionen oder Infusionen zum Einsatz, die direkt in das fehlgeleitete Immunsystem eingreifen. Einzelne helfen auch bei Psoriasis-Arthritis, wenn andere Medikamente nicht zum Erfolg führen. Doch viele Patienten kennen die innovativen Behandlungsmöglichkeiten noch nicht. Falls die bisherige Therapie die Beschwerden nicht zufriedenstellend lindert, sollten sich die Betroffenen nicht scheuen, Ihren Arzt gezielt nach modernen Medikamenten zu fragen, die beispielsweise direkt in der Zelle immunmodulierend wirken und so die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe regulieren. Am besten wenden Sie sich an einen auf Psoriasis spezialisierten Hautarzt weiter oder ein Rheumatologen. Adressen von Fachärzten finden Interessierte zum Beispiel unter www.psonet.de.

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dann fragen Sie unsere Experten.

Am Montag, 13. November 2017,

zwischen 16 und 18 Uhr,

erreichen Sie Professor Dr. med. Michael P. Schön, Facharzt für Dermatologie und Fach-Immunologie, Klinik für Dermatologie der Uni Göttingen unter

Telefon 0800/000 6993

und Professor Dr. med. Torsten Witte, Facharzt für Innere Medizin, Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover unter

Telefon 0800/000 6988:

Beide Experten beantworten gerne alle Ihre Fragen.

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Quelle: https://www.ratgebergesund.de/

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