Frontzahn verloren – was nun? - Vom: 16.01.2019

Frontzahn verloren – was nun?

Geht ein Frontzahn verloren – sei es durch Unfall, Karies oder Parodontitis – bleibt eine auffällige Lücke. Besonders bei fehlenden Schneidezähnen fühlt man sich im Kontakt mit anderen beim Reden oder Lachen eingeschränkt. Das Selbstwertgefühl leidet. Man kann auch nicht mehr so gut abbeißen und kauen. Ferner können Nachbarzähne in die Lücke hineinkippen. Daher sollte die Lücke nicht nur aus ästhetischen Gründen schnell geschlossen werden. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten.

Ersatz durch Brücke

Ihr Zahnarzt kann den Frontzahn konventionell mit einer Brücke ersetzen. Dazu werden die zwei benachbarten Zähne ca. 0,8 bis 1 mm in ihrem Umfang beschliffen. Die Brücke wird im zahntechnischen Labor angefertigt und die Kronen werden dann fest auf die Nachbarzähne zementiert. Die Kronen sind durch ein Brückenglied, das aussieht wie ein Zahn, miteinander verbunden. Der Nachteil einer Brücke ist, dass bei den Nachbarzähnen eventuell gesunde Zahnsubstanz entfernt werden muss. Zudem müssen die Brückenunterseiten mit speziellen Hilfsmitteln gründlich gereinigt werden.

Einsatz eines Zahnimplantats

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan. Sie wird in den Knochen eingebracht und muss drei bis sechs Monate einheilen. Anschließend kann Ihr Zahnarzt eine künstliche Zahnkrone mit dem Implantat verschrauben oder fest zementieren. Die Nachbarzähne müssen hierbei nicht beschliffen werden. Während der Einheilphase können Sie zur Versorgung der Lücke eine kleine herausnehmbare Prothese tragen. Die Nachteile von Implantaten sind der operative Eingriff, die Dauer der Einheilzeit und die höheren Kosten. Außerdem muss genügend Knochen da sein, sonst wird zusätzlicher Aufwand nötig. Kindern und Jugendlichen, die noch im Wachstum sind, können noch keine Implantate eingesetzt werden.

Lückenschluss durch Klebebrücke

Die einflüglige Adhäsivbrücke ist eine Alternative zu Zahnimplantaten und herkömmlichen Brücken. Es gibt hierbei im Gegensatz zur herkömmlichen Brücke nur einen tragenden Pfeilerzahn, der nur sehr wenig beschliffen werden muss. Beim ersten Termin beschleift Ihr Zahnarzt den Pfeilerzahn und nimmt eine Abformung. Im zahntechnischen Labor wird dann eine Klebebrücke aus Keramik hergestellt. Ihr Zahnarzt klebt die Brücke dann mit Kunststoffzement fest. Ist für ein Implantat nicht genug Knochen vorhanden, ist eine Klebebrücke eine gute Wahl. Auch bei Kindern und Jugendlichen mit Frontzahnverlust ist dies eine geeignete Lösung. Bei Patienten, die regelmäßig knirschen oder pressen, ist die Versorgung nicht anwendbar, da sich die Klebebrücke lösen könnte.

Genaue Abwägung

Im Falle eines Frontzahnverlustes bespricht Ihr Zahnarzt gern mit Ihnen alle möglichen Behandlungsvarianten. So können Sie sich dann gemeinsam für die individuell passende Versorgung entscheiden.

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