Blutdruck: Zu viel Salz schadet auch bei gesunder Ernährung - Vom: 01.06.2018

Blutdruck: Zu viel Salz schadet auch bei gesunder Ernährung

Zu viel Salz im Essen treibt den Blutdruck nach oben. Dieser negative Effekt lässt sich offenbar auch durch eine ansonsten gesunde Ernährung nicht ausgleichen, wie ein internationales Forscherteam nach der Auswertung der Ernährungsgewohnheiten von über 4.600 Menschen berichtet.



Personen, die mehr Salz aßen, hatten den Ergebnissen zufolge einen höheren Blutdruck – egal, wie gesund ihre Ernährung sonst war. Dies widerspricht der Annahme, eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse könnte die negativen Auswirkungen von zu viel Salz ausgleichen, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Hypertension berichten.



Die Empfehlung für Kochsalz liegt in Deutschland bei maximal sechs Gramm pro Tag, was etwa einem Teelöffel entspricht. Der durchschnittliche Salzkonsum in der Studie lag bei 10,7 Gramm, wobei Briten mit 8,5 Gramm im Schnitt am wenigsten, Chinesen mit 13,4 Gramm am meisten verzehrten. Wie die Forscher berichten, ging jeder Anstieg um sieben Gramm mit einem Anstieg des systolischen Blutdrucks von 3,7 mmHg einher. Aufgrund ihrer Ergebnisse empfehlen die Wissenschaftler nun, dass jeder auf seinen persönlichen Salzkonsum achten sollte und legen Lebensmittelherstellern nahe, den Salzgehalt ihrer Produkte zu verringern.



Die Wissenschaftler hatten freiwillige Teilnehmer aus den USA, Großbritannien, Japan und China über vier Tage verfolgt und unter anderem den Natrium- und Kaliumgehalt in Urinproben bestimmt. Natrium ist ein wesentlicher Bestandteil von Kochsalz, während sich Kalium in grünen Blättern von Gemüsen befindet und mit einem geringeren Blutdruck in Zusammenhang steht. Aus Ernährungsangaben leiteten sie zudem ab, wie viel von über 80 Nährstoffen, die ebenfalls mit einem niedrigeren Blutdruck in Verbindung gebracht werden, die Teilnehmer zu sich nahmen. Hierzu zählten beispielsweise Vitamin C, Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren. Die Forscher wollen diesem Zusammenhang nun in Langzeitstudien mit mehr Teilnehmern nachgehen.

Quelle: aponet.de

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