Was ist Schüttelfrost? - Vom: 11.08.2018

Gut zu wissen

Was ist Schüttelfrost?

Die Zähne klappern, Muskeln zucken unkontrolliert, uns ist von innen heraus furchtbar kalt. So kämpft der Körper gegen Infekte.

VON SASKIA FECHTE

Zittern dient als körpereigene Heizung. Die schnellen Muskelkontraktionen sollen die Körperkerntemperatur erhöhen. Mit diesem Wärmeschub bekämpft der Organismus eingedrungene Krankheitserreger, ähnlich wie mit Fieber. Denn die Auslöser von Infekten können ihr schädliches Treiben bei höheren Temperaturen nicht mehr ausführen. Schüttelfrost ist typische Begleiterscheinung bei grippalen Infekten, im Sommer auch Anzeichen für Hitzschlag oder Sonnenstich. Ein Glaukom, ein erhöhter Augeninnendruck, sowie Tropenkrankheiten nach Fernreisen können ebenfalls Schüttelfrost auslösen.

Schüttelfrost …

- … kommt in Schüben, die meist mehrere Minuten dauern.

- … lässt sich nicht stoppen.

- … entsteht hauptsächlich in den Muskeln von Oberschenkeln, Rücken und Kiefer.

- … bedeutet enorme Anstrengung und macht sehr müde.

Hilfreich und angenehm bei Schüttelfrost mit Fieber sind Hausmittel wie Erkältungsbäder, wärmende Tees und Wadenwickel. Homöopathische Mittel wie Aconitum napelles (Blauer Eisenhut) und Eupatorium perfoliatum (Wasserdost) wirken ebenfalls lindernd. Oft finden auch klassische Schmerzmittel und Fiebersenker Anwendung. Liegt eine bakterielle Infektion zugrunde, kann ein Antibiotikum sinnvoll sein.

Maßnahmen gegen Frost und Fieber gibt es in Ihrer Apotheke.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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