Grüne Kartoffeln besser aussortieren - Vom: 13.06.2018

Grüne Kartoffeln besser aussortieren

Anlässlich eines Vergiftungsfalles durch ein Kartoffelgericht macht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf den richtigen Umgang mit Kartoffeln aufmerksam. Einzelne Inhaltsstoffe der ansonsten gesunden Knollen, sogenannte Glykoalkaloide, darunter Solanin, können ab einer bestimmten Menge beim Menschen zu Vergiftungen führen.


„Aus den letzten 100 Jahren sind nur wenige Vergiftungsfälle durch Kartoffelgerichte bekannt und dokumentiert", sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. "Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, sollten dennoch grüne und stark keimende Kartoffelknollen nicht verzehrt werden." Um Vergiftungen auszuschließen, empfiehlt das BfR einen Glykoalkaloidgehalt in Speisekartoffeln von unter 100 mg pro kg Frischgewicht. Bisher werden Kartoffeln mit einem Glykoalkaloidgehalt von bis zu 200 mg pro kg als unbedenklich eingestuft.



Um die Aufnahme dieser Substanzen möglichst gering zu halten, helfen einige einfache Maßnahmen bei der Lagerung und Zubereitung von Kartoffeln:


Glykoalkaloide kommen natürlicherweise in Kartoffeln vor. Sie reichern sich dabei insbesondere in grünen, keimenden und beschädigten Kartoffeln sowie in Kartoffelschalen an. Sie dienen der Pflanze zur Abwehr von Schädlingen und Krankheitserregern. Beim Menschen äußern sich leichte Vergiftungen durch Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, mitunter begleitet von Fieber. Bei schweren Vergiftungsfällen können zusätzlich Bewusstseinsstörungen, sehr selten bis zum vollständigen Bewusstseinsverlust, sowie weitere Störungen der Hirnfunktion, der Atmung oder des Kreislaufes auftreten.

Quelle: aponet.de
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