Bleaching – das Bleichen der Zähne - Vom: 13.04.2016

Bleaching – das Bleichen der Zähne

Ein strahlendes, weißes Lächeln wirkt attraktiv und erfolgreich, viele möchten daher perfekte Zähne haben. Eine gründliche Zahnpflege ist wichtig, doch oft bleiben leichte Verfärbungen auf den Zähnen zurück. Mit einer Professionellen Zahnreinigung werden die oberflächlichen Verfärbungen durch Ablagerungen von Kaffee, Tee oder Rotwein gut beseitigt. Sind die Farbstoffe allerdings in den weißen Zahnschmelz eingedrungen, der das Zahnbein umhüllt, können sich diese dort ablagern und die Zähne dunkel machen.

Medizinische Gründe

Mit einem Bleaching können die Zähne beim Zahnarzt wieder aufgehellt werden. Frei verkäufliche Bleachingpräparate aus der Drogerie sind weniger zu empfehlen, da die Bleichwirkung äußerst gering ist. Die ästhetische Zahnmedizin nutzt Karbamidperoxid, das aus Karbamid und Wasserstoffperoxid (H2O2) besteht, welches die Pigmente im Zahnschmelz schonend entfärbt. Bleichende Maßnahmen können auch aus medizinischen Gründen durchgeführt werden, z.B. falls sich wurzelkanalbehandelte Zähne, die abgestorben sind, dunkel verfärbt haben.

Frontzähne aufhellen

Der Patient kann selbst entscheiden, wie viele Zähne aufgehellt werden sollen. Viele entscheiden sich nur für den Frontbereich, da an Eckzähnen eine Aufhellung kaum zu sehen ist. Vor dem Bleichen sollte immer der Zustand des Gebisses kontrolliert werden und eine Professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden, damit alle Belege von den Zähnen entfernt sind.

Home Bleaching

Nach der Unterweisung durch den Zahnarzt bekommt man für zwei bis drei Wochen individuell angepasste Schienen mit Karbamidperoxid-Gel mit nach Hause, die man abends ein bis zwei Stunden oder über Nacht trägt.

Bleaching in der Praxis

In der Zahnarztpraxis wird in zwei bis vier Sitzungen ein höher dosiertes Bleaching-Gel verwendet, das unter Wärmeeinwirkung in der Praxis ca. eine halbe Stunde einwirken muss. Aufgrund der großen Menge an H2O2 muss das Zahnfleisch geschützt und abgedeckt werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Das medizinische Aufhellen ist eine lang erprobte Methode. Dennoch ist vorab eine gründliche Inspektion durch den Zahnarzt wichtig. Durch unbehandelte Kariesstellen kann das H2O2 in den Zahn eindringen und den Nerv reizen. Zudem wird der Zahnschmelz nach der Behandlung leicht anfälliger gegenüber Säuren. Mit einer lokalen Flouridierung wird dem entgegengewirkt. Nach dem Bleichen kann es vorübergehend zu einer Überempfindlichkeit der Zahnhälse kommen, die nach ein bis zwei Tagen wieder verschwindet.

In den ersten zwei Wochen nach der Behandlung sollten stark färbende Nahrungsmittel, wie Rotwein, Kaffee etc., gemieden werden. Bei guter Pflege bleibt der Aufhellungseffekt einige Jahre sichtbar, regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen sind empfehlenswert.

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