Wie Sitzen die Gelenke belastet - Vom: 16.01.2017

Übergewicht und Bewegungsmangel gehören zu den ärgsten Gelenkfeinden. Steuern Sie gegen!

Wie Sitzen die Gelenke belastet

Bis zu 14 Stunden am Tag verbringen wir sitzend – und tun unserer Gesundheit damit gar keinen Gefallen. Auch die Gelenke leiden unter dem Sitzmarathon. Wir sagen, warum.

Morgens am Frühstückstisch, anschließend im Auto, später im Büro und abends auf dem Sofa: Die meisten Menschen sitzen viele Stunden am Tag. Sitzen ist praktisch, bequem und strengt nicht an, doch unsere Wirbelsäule ist fürs Dauersitzen nicht geschaffen. Der Grund: Im Sitzen wird das Becken nach hinten gekippt und die Wirbelsäule nimmt eine unnatürliche C-Form an. Durch häufiges Sitzen besteht zudem die Gefahr, dass sich die Muskeln im Rücken, Bauch und im Bereich der Knie zurückbilden und so Wirbel und Gelenke weniger stützen können. Rücken, Knie und Hüfte leiden also besonders unter dem täglichen Sitzmarathon.

Auch der wichtigen Knorpelschicht zwischen den Gelenken bereitet ein Leben im Sitzen Kummer. Sie dient als Puffer und Stoßdämpfer und verhindert, dass die Knochenenden bei Bewegung aneinander reiben. Damit die gelenkschützende Knorpelschicht gut durchblutet und optimal mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden kann, braucht sie Bewegung. Dieser Zusammenhang macht klar, warum ein bewegungsarmer Alltag im Sitzen Gelenkprobleme bis hin zum Gelenkverschleiß begünstigen kann. Mediziner sprechen dann von Arthrose.

Plus an Bewegung

Wer regelmäßig Sport treibt, tut seinen Gelenken schon viel Gutes. Wichtig ist es darüber hinaus, das tägliche Dauersitzen immer wieder durch kleine Bewegungseinheiten zu unterbrechen. Im Büro zum Beispiel bestimmte Arbeiten im Stehen erledigen und zur Besprechung ins Nachbarbüro gehen, statt dem Kollegen eine E-Mail schicken. Treppen steigen, kleine Spaziergänge und Gymnastikübungen vor dem Sofa sind ebenfalls gute Maßnahmen, um insgesamt mehr Bewegung in den Alltag zu bringen – und so auch Übergewicht entgegenzuwirken, das ebenfalls ein Risikofaktor für Gelenkverschleiß ist.

Bewegung hilft nicht nur, die Gelenke vor Abnutzung zu schützen, sondern ist auch wichtig, wenn der Arzt bereits eine Arthrose festgestellt hat. Falls erforderlich verordnet der Mediziner dann Schmerzmittel, möglicherweise auch eine gezielte Bewegungstherapie. Übergewichtigen Patienten wird er zum Abnehmen raten. Ergänzend können rezeptfreie Präparate aus der Apotheke zum Behandlungserfolg beitragen, zum Beispiel spezielle Nährstoffkombinationen für die Gelenkknorpel, Tabletten mit Teufelskralle oder auch Schmerzsalben. Ihr Apotheker kann geeignete Mittel empfehlen.

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen