Warnsignal Wadenkrampf - Vom: 31.07.2016

Warnsignal Wadenkrampf

Höllische Schmerzen aus heiterem Himmel: Wadenkrämpfe treten fast immer ohne Vorwarnung auf – vielfach beim Sport, oft aber auch nachts im Schlaf. Ursache könnte ein Magnesiummangel sein.

Wer kennt Wadenkrämpfe nicht? Plötzlich verspannt sich die Muskulatur, die Waden werden schlagartig steinhart und tun höllisch weh; manchmal zieht der Schmerz bis in den Fuß. Wadenkrämpfe kommen ohne Vorwarnung – beim Joggen, beim Schwimmen, beim Fußball. Oder im Schlaf

Jüngere trifft‘s beim Sport, Ältere nachts

Vor allem ältere Menschen leiden häufig unter nächtlichen Wadenkrämpfen: Etwa die Hälfte der über 65-Jährigen wird regelmäßig von den heftigen Schmerzen aus dem Schlaf gerissen. An eine erholsame Nachtruhe ist dann nicht mehr zu denken. Selbst wenn der Krampf sich bald wieder löst, bleibt meistens ein Spannungsgefühl zurück – und die Angst vor erneuten Schmerzattacken.

Erste Hilfe durch Dehnung

Beim akuten Krampfanfall ist schnelle Hilfe gefragt. Erste Maßnahme sollte immer die Dehnung der betroffenen Muskelpartie sein. Im Falle eines Wadenkrampfs beim Sport setzt man sich am besten auf den Boden, streckt das Bein, umfasst die Zehen und zieht den Fuß kräftig zum Körper. Wen es zuhause erwischt, der kann sich auch an der Wand abstützen, das krampfende Bein eine Schrittlänge nach hinten stellen und die Ferse fest auf den Boden drücken. Anschließend tut es gut, den Muskel leicht zu klopfen und zu schütteln.

Schnelle Linderung ist zusätzlich durch ein Magnesiumpräparat möglich. Zum Einsatz kann dabei auch ein Magnesium-Spray kommen: Bei dieser noch wenig bekannten Anwendungsform wird Magnesiumchlorid im Bereich der verkrampften Muskulatur auf die Haut gesprüht und sanft einmassiert. Dadurch entspannt sich die Muskulatur – in der Nacht steigen damit die Chancen für baldiges Wiedereinschlafen.

Mit Magnesium vorbeugen

Hauptursachen für Wadenkrämpfe beim Sport sind überanstrengte oder nicht ausreichend trainierte Muskeln sowie ein gestörter Mineralstoffhaushalt. So gilt Magnesium als das Sportler-Mineral: Denn es reguliert das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln – und damit auch die Muskelkontraktion. Mögliche Anzeichen für Magnesiummangel sind aber nicht nur Wadenkrämpfe, sondern auch Muskelzittern und Muskelverspannungen, zum Beispiel im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich. Darüber hinaus können Nervosität, innere Unruhe oder Konzentrationsstörungen ebenfalls Folgen einer Unterversorgung mit Magnesium sein.

Um Magnesiumdefizite auszugleichen und schmerzhaften Wadenkrämpfen vorzubeugen, stehen in der Apotheke hochwertige Präparate zur Verfügung. Dabei kann der Kunde unter verschiedenen Darreichungsformen wählen – neben Brausetabletten und Kapseln ist auch die äußerliche Anwendung durch Magnesiumspray oder Magnesiumbäder möglich.

Wer oft unter Wadenkrämpfen leidet, kann darüber hinaus weitere Maßnahmen ergreifen. Als vorbeugend wirksam haben sich unter anderem regelmäßige Dehnungsgymnastik, Wärmeanwendungen und Massagen bewährt sowie eine gezielte Kräftigung der Beinmuskulatur. Sehr zu empfehlen ist außerdem, auf den Genuss von Zigaretten und Alkohol weitgehend zu verzichten.

BU:

Aua! – Bei Wadenkrämpfen tut rasche Hilfe Not.

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen