Hund und Katze: Entwurmen mit System - Vom: 08.07.2017

Viele Entwurmungsmittel sind gegen mehrere Wurmarten wirksam. Der Apotheker berät Sie gern.

Hund und Katze: Entwurmen mit System

Würmer sind nicht nur ekelig, sondern auch gesundheitsschädlich – für Haustiere und für uns Menschen. Regelmäßige Wurmkuren lassen den Parasiten keine Chance.

Im Gegensatz zu blutsaugenden Parasiten wie Flöhen und Zecken, die man im Fell von Bello oder Mieze recht leicht erkennt, sind Würmer für das Auge meist unsichtbar. Deshalb verlaufen Wurmerkrankungen bei Haustieren oft unbemerkt. Erst, wenn die Verwurmung schon weit fortgeschritten ist, kann man sie dem bedauernswerten Vierbeiner auch ansehen und anmerken: Struppiges, glanzloses Fell, Gewichtsverlust trotz normalem Appetit und Verdauungsstörungen sind nur einige der möglichen Folgen.

Auf unterschiedlichen Wegen können sich Hund und Katze mit Würmern anstecken – dazu reicht es z. B. schon, ein verwurmtes Mäuschen zu vertilgen oder einen infizierten Floh zu zerbeißen. Und selbst reine Wohnungskatzen sind vor den Parasiten nicht gefeit, schließlich können Wurmeier unter Schuhen „kleben“ und so in die Wohnung gelangen.

Gefahr für den Menschen

Auch für uns Menschen sind viele Wurmarten des Hundes und der Katze gefährlich. So etwa der Fuchsbandwurm, der beim Menschen zu einer lebensgefährlichen Schädigung von Organen, vor allem der Leber, führen kann. Insbesondere Kinder, die gerne eng mit dem vierbeinigen Freund schmusen und danach nicht immer ans Händewaschen denken, können sich leicht mit Würmern anstecken.

Diese Zusammenhänge machen klar, warum es für Tierbesitzer unverzichtbar ist, Katzen und Hunde regelmäßig zu entwurmen. Oft raten Tierärzte dazu, routinemäßig viermal pro Jahr – also alle drei Monate – eine Wurmkur durchzuführen. Vierbeiner mit erhöhtem Risiko für Wurmbefall, wie z. B. Freigänger-Katzen und Jagdhunde, müssen unter Umständen noch häufiger entwurmt werden. In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn Herrchen und Frauchen den Tierarzt bitten, einen individuellen Entwurmungsplan aufzustellen.

Ein Mittel gegen viele Würmer

Bei modernen Medikamenten gegen Wurmbefall handelt es sich häufig um Kombinationspräparate. Das heißt: Mit nur einem Arzneimittel bekämpfen sie mehrere Wurmarten effektiv. Es gibt Wurmkuren in Form von Tabletten, Pasten und als Spot-on-Präparate, die auf die Haut im Nacken des Haustieres geträufelt werden. Die Mittel werden abhängig vom Körpergewicht dosiert. Der Tierarzt kann individuell geeignete Arzneimittel zur Entwurmung empfehlen und verordnen. Bei Fragen rund um die richtige Anwendung können sich Tierhalter auch an das Apotheken-Team wenden.

Wurmkur wirkt nicht vorbeugend

Durch eine Wurmkur werden Würmer im Körper von Hund oder Katze zuverlässig abgetötet. Allerdings schützt eine Wurmkur nicht, wie eine Impfung, vor erneuter Ansteckung. Kommt der Vierbeiner erneut mit Wurmeiern in Kontakt, können sich daraus innerhalb von Wochen bis Monaten wieder neue Würmer entwickeln. Deshalb ist regelmäßiges Entwurmen zum Schutz von Mensch und Tier unerlässlich.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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