Magen-Darm-Viren. Vorsicht, Ansteckungsgefahr! - Vom: 15.11.2017

Gründliches Händewaschen mit warmem Wasser und Seife kann die Virenbelastung gering halten. Wenn es unterwegs keine Gelegenheit dazu gibt, leisten Hygienegele und Desinfektionstücher gute Dienste.

Magen-Darm-Viren - Vorsicht, Ansteckungsgefahr!

Durchfall, Übelkeit, Erbrechen: In der kalten Jahreshälfte häufen sich Magen-Darm-Infekte. Wir sagen, wo die winzigen Keime lauern und das Ansteckungsrisiko groß ist.

Magen-Darm-Infektionen werden oft von Viren hervorgerufen, etwa von Rota- und Noroviren. Übertragen werden die winzigen Erreger per Schmierinfektion über Gegenstände, Körperkontakt und durch verunreinigte Speisen und Getränke. Das geht ziemlich schnell. Bereits eine geringe Anzahl an Viren reicht aus, um eine Infektion auszulösen. Nach sechs bis 72 Stunden machen sich dann die ersten Symptome bemerkbar. Ein Rumoren im Bauch und plötzliche Übelkeit – der typische Start einer Magen-Darm-Grippe. Es folgen oft akute Durchfälle und Erbrechen. Was viele Menschen nicht ahnen: Die Viren lauern überall in unserer Umgebung, wir sind weder beim Einkaufen noch am Arbeitsplatz vor ihnen sicher.

Einkaufswagengriff:

Ein durchschnittlicher Supermarkt hat etwa 1.000 Kunden pro Tag, durch größere Märkte strömen rund 2.500 bis 5.000 Menschen. Die meisten Käufer nutzen einen Einkaufswagen, um ihre Waren zu transportieren. Hierzu greifen sie an den Einkaufswagengriff – was unweigerlich zu einer Vielzahl an Viren führt, die von vielen Händen dort zurückgelassen werden.

Handlauf der Rolltreppe:

Die Handläufe von Rolltreppen werden von den Händen vieler Nutzer berührt und gehören zu einer der größten Infektionsquellen. Denn die meisten Menschen legen automatisch eine Hand auf den Handlauf, während sie gemütlich auf- oder abwärts gleiten.

Türklinken:

Rein, raus, auf, zu – ob im Büro oder beim Einkaufsbummel, wir benutzen ständig Türen, um Räume oder Gebäude zu betreten und zu verlassen. Hierzu drücken wir mit der Hand die Türklinke nach unten wie viele andere Menschen vor und nach uns auch, weshalb auch Türklinken beliebte Tummelplätze von Krankheitserregern sind.

Öffentliche Toiletten:

Unterwegs geht man meist erst dann zur Toilette, wenn es ganz dringend wird. Gut so, denn in den oft kühlen und feuchten Sanitärräumen, die von vielen Menschen aufgesucht werden, fühlen sich Keime besonders wohl. Tipp: Achten Sie auf Hinweise für regelmäßiges Saubermachen, z. B. Putzkalender, und waschen Sie sich die Hände besonders gründlich.

Haltegriffe in Bus und Bahn:

Haltegriffe werden jeden Tag von hunderten Menschen auf ihrer Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt. Gerade unterwegs sind die Hände häufig schmutzig und mit Erregern belastet. Das macht die Haltegriffe zu einem Paradies für Magen-Darm-Viren.

Hilfe aus der Apotheke

Gut aufgepasst, aber trotzdem einen Magen-Darm-Infekt eingefangen? Dann kommt es in erster Linie darauf an, den mitunter enormen Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Gut dazu geeignet sind spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Grundsätzlich gilt: Bei Durchfall viel trinken – zum Beispiel Pfefferminztee, der auch gegen Bauchkrämpfe hilft. Darüber hinaus können spezielle Anti-Durchfall-Mittel und Präparate gegen Erbrechen das Leiden lindern. Lassen Sie sich bitte in Ihrer Apotheke beraten.

Quelle: https://www.ratgebergesund.de/

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