Mehr Hygiene im Alltag - Vom: 22.02.2019

Die besten Tipps

Mehr Hygiene im Alltag

Ob im Bad, in der Küche oder unterwegs: Im Alltag ist Hygiene wichtig, um Krankheitskeime zu bekämpfen. Lesen Sie hier, worauf es dabei ankommt.

Der beste Schutz vor Bakterien und Viren besteht darin, häufig gründlich die Hände zu waschen. Ist doch selbstverständlich!? Nicht ganz. Dass gerade Männer nicht immer Saubermänner sind, haben britische Forscher festgestellt. Sie beobachteten 200.000 Menschen in den Waschräumen von Autobahnraststätten. Das Ergebnis: Nur jeder dritte Mann verließ die Toilette mit frisch gewaschenen Händen. Bei den Frauen waren es immerhin zwei von dreien.

Fatal, denn Experten schätzen, dass rund 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen werden. Über Telefonhörer, Türgriffe & Co. wandern die Keime von einem Opfer zum nächsten. Um sich und andere vor Infektionen zu schützen, sind deshalb einige Hygieneregeln unerlässlich.

Am Waschbecken:

Die Hände richtig waschen, das heißt: Hände unter fließendes Wasser halten, anschließend die Seife, am besten Flüssigseife, 20 bis 30 Sekunden zwischen den Fingern verreiben, sorgfältig mit warmem Wasser abspülen und abtrocknen. Schon Kinder können lernen, dass Händewaschen ein Muss vor jedem Essen, nach dem Toilettengang und beim Nachhausekommen ist.

Im Krankenhaus:

Wer einen Patienten im Krankenhaus besucht, sollte sich vorher und hinterher gründlich die Hände waschen. Am besten verzichtet man in der Klinik auf engen Körperkontakt und darauf, sich auf das Bett des Patienten zu setzen.

Beim Husten und Niesen:

Hand vor den Mund beim Husten – diese Regel gilt mittlerweile als überholt. Denn dabei bleiben Viren an den Händen haften und können so weitergereicht werden. Besser: In den Ärmel husten und dabei Abstand zu anderen Menschen halten. Und fürs Niesen gilt: Wer ins Papiertaschentuch niest und es nach dem Naseputzen sofort wegwirft, schützt seine Mitmenschen am besten.

In Wohnung und Büro: Vor allem in der Erkältungszeit reduziert regelmäßiges Lüften die Virenanzahl in der Luft – deshalb mindestens drei- bis viermal am Tag die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit öffnen.

In der Küche:

Hier tummeln sich besonders viele Keime – beispielsweise im Salat, der im Kühlschrank vor sich hinwelkt, oder im Joghurt, dessen Verfallsdatum abgelaufen ist. Deshalb ist es wichtig, den Kühlschrank regelmäßig zu kontrollieren und verdorbene Lebensmittel sofort wegzuwerfen. Besondere Vorsicht ist bei frischen Lebensmitteln wie Fleisch, insbesondere Geflügel, Eiern und Fisch, geboten – sie können mit Krankheitserregern besiedelt sein. Deshalb müssen alle Gegenstände, die damit in Berührung gekommen sind, zum Beispiel Brettchen oder Messer, gründlich heiß abgespült werden. Auch hier gilt: Nach jedem Arbeitsgang sorgfältig die Hände waschen. Auch in Küchenhandtüchern und Spüllappen können Keime gut überleben, daher müssen sie regelmäßig, am besten täglich, bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Nicht übertreiben:

Hygiene im Haushalt ist wichtig. Trotzdem sollten sich „Putzteufel“ vor Übertreibungen hüten und mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln überlegt umgehen. Ein Zuviel davon kann der Haut schaden. Außerdem kann übertriebene Sauberkeit das Immunsystem schwächen und somit anfälliger für Krankheiten machen. In bestimmten Situationen, beispielsweise wenn ein Familienmitglied eine ansteckende Krankheit hat oder wenn ein älterer Mensch gepflegt werden muss, ist das Desinfizieren von Flächen und Händen aber durchaus sinnvoll. Bitte fragen Sie Ihren Apotheker nach geeigneten Produkten.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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