Masern - Vom: 13.08.2018

Masern

Kein Kinderspiel


Masern sind harmlos? Weit gefehlt: Die hochansteckende Virusinfektion verläuft oft schwer und komplikationsreich. Impfen schützt.

Lediglich zwei kleine Pikser sind erforderlich, um eine Maserninfektion zu verhindern. Fakt ist jedoch, dass bei uns längst nicht alle Menschen ausreichend geschützt sind. Schon bei den Kleinsten zeigen sich bedenkliche Impflücken: Vielen Kindern fehlt die entscheidende zweite Spritze, die im Alter zwischen 15 und 23 Monaten gegeben werden sollte. „Erst die zweite Impfung gewährleistet jedoch einen nahezu 100-prozentigen Schutz vor Masern“, sagt Professor Sabine Wicker, Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Bei den Erwachsenen tun sich noch größere Lücken auf, so dass mittlerweile etwa jeder dritte Masernpatient in Deutschland älter als 20 Jahre ist.

Infektion mit schlimmen Folgen

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionen überhaupt – und sie sind gefährlich. Oft verläuft die Infektion so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden muss. „Das Virus hat die Fähigkeit, das Immunsystem zu schwächen. Dadurch steigt die Anfälligkeit für weitere Krankheiten und Komplikationen, etwa Mittelohr-, Lungen-, und Gehirnhautentzündungen“, erklärt die Ärztin. Kinder unter fünf und Erwachsene über 20 Jahren haben das größte Risiko für schwerwiegende Folgen. Jahre nach einer durchgemachten Erkrankung kann es sogar zu einer Entzündung des Gehirns kommen, die tödlich verläuft.

Gründe genug, den eigenen Impfschutz zu checken und Lücken zu schließen. Das ist auch im Erwachsenalter problemlos möglich. Die STIKO empfiehlt die Masernimpfung für alle nach 1970 Geborenen, in als Kinder keine oder nur eine Injektion bekommen haben. Wer geimpft ist, schützt übrigens nicht nur sich selbst vor Masern, sondern auch die Gemeinschaft.

Zwei kleine Pikser schützen die Kleinsten vor Masern.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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