Fit als Bewegungsmuffel - Vom: 24.06.2018

Fit als Bewegungsmuffel

Ohne Aufwand gesund durch den Alltag

von Karsten Kulms

Für Menschen ohne sportliche Fitness-Ambitionen gibt es immer eine Ausrede, auf Sport zu verzichten. Das Essen liegt zu schwer im Magen, gestern war es zu kalt, heute ist es zu nass – doch ein paar einfache Tricks helfen, den Alltag auch ohne größeren sportlichen Aufwand bewegter und damit gesünder zu gestalten.

Selbst bekennende Dauersitzer wissen eigentlich, wie wichtig regelmäßige Bewegung ist, um sich vor Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und anderen Gesundheitsproblemen zu schützen. Aber es muss ja nicht gleich das schweißtreibende Hanteltraining in der Muckibude sein, um in Form zu bleiben. Es geht auch einfacher:

Öfter mal aufs Fahrrad

Sich in den Fahrradsattel zu schwingen ist eine optimale Möglichkeit, das Angenehme mit dem nützlichen zu verbinden. Denn der Drahtesel bringt Sie nicht nur schnell und umweltschonend ans Ziel. Laut einer Studie der Kölner Sporthochschule kann bereits moderates Radfahren zu einer deutlichen Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Und schon bei einem Tempo von 20 km/h verbrennt der Körper pro Stunde zwischen 300 und 600 Kilokalorien – die Waage freut’s. Zudem trägt regelmäßiges Treten in die Pedale zu einer Verbesserung der Blutfettwerte bei und stärkt die Gefäße und den Herzmuskel.

Bewegt im Job

Auch im Büroalltag finden sich viele Möglichkeiten, den Körper gewissermaßen „ganz nebenbei“ in Schwung zu bringen. Verzichten Sie beispielsweise darauf, immer den Fahrstuhl zu benutzen, und wählen Sie den Weg über das Treppenhaus. Sparen Sie sich Telefonate mit den Kollegen, und kommen Sie persönlich vorbei. Ein Schrittzähler verrät Ihnen, wie viel mehr Bewegung sich schon daraus ergibt, zwischendurch immer mal ein paar Schritte zu laufen. Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause macht den Kopf frei und bringt nach dem langen Sitzen am Schreibtisch den Kreislauf wieder in Schwung.

Langsam isst besser

Neben den alltäglichen Lebensumständen und Gewohnheiten entscheidet nicht zuletzt auch das Essverhalten darüber, ob uns ein Blick auf die Waage zufriedenstellt oder nicht. Einer Studie japanischer Wissenschaftler zufolge scheint es bei der Gewichtskontrolle nämlich nicht ganz unerheblich zu sein, ob wir uns beim Essen Zeit lassen, oder unsere Mahlzeiten hastig herunterschlingen. Denn die Wissenschaftler fanden einen Zusammenhang, dass Menschen, die ein schnelles Ess-Tempo haben, eher zu Übergewicht neigen als solche, die sich bewusst Zeit für ihre Mahlzeiten nehmen. Den Grund für diese Wechselwirkung vermuten die Wissenschaftler darin, dass schnelles Essen eher dazu führt, „über den Hunger hinaus“ zu essen, also in kurzer Zeit mehr Kalorien aufzunehmen, als der Körper eigentlich benötigt. Wer gesundheitsfördernder sportlicher Betätigung eher abgeneigt ist, tut also gut daran, sich im Alltag wenigstens nicht allzu sehr zu schonen und sich für seine Mahlzeiten mehr Zeit zu nehmen.

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Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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