Ätherische Öle für Gesundheit und Wohlbefinden - Vom: 01.01.2019

Ätherische Öle für Gesundheit und Wohlbefinden

Wie Düfte heilen helfen

Düfte beeinflussen nicht nur unsere Stimmung, sondern können auch der Gesundheit dienen. Kein Wunder, dass die Aromatherapie immer beliebter wird.

Gerüche beeinflussen unsere Psyche mehr als wir vermuten. Sie werden über die Riechnerven an das limbische System im Zwischenhirn weitergeleitet, das für Empfindungen wie Heiterkeit, Glück, Lust, Angst oder Wut zuständig ist. Deshalb können Gerüche angenehme oder unangenehme Gefühle und Erinnerungen hervorrufen.

Die Aromatherapie will mit Düften die Selbstheilungskräfte des Organismus anregen und die innere Balance eines Menschen wiederherstellen. Sie ist seit der Antike dokumentiert und nutzt ätherische Öle: Das sind Duftstoffe in konzentrierter Form, die aus Blüten, Blättern, Hölzern und Wurzeln der unterschiedlichsten Pflanzen gewonnen werden. Als begleitende Maßnahme zu anderen Therapieformen hat die Behandlung mit Düften bereits in einige Arztpraxen und Krankenhäuser Einzug gehalten.

Wirkung über Haut & Nase

Auch für die Anwendung in den eigenen vier Wänden gibt es längst eine Vielzahl an ätherischen Ölen. In Bädern, Massageölen oder als Raumduft entfalten sie — über die Nase und die Haut — ihre wohltuende Wirkung. Wenn Sie selbst ätherische Öle anwenden, achten Sie auf naturreine, rückstandskontrollierte Produkte. Kaufen Sie ätherische Öle am besten in der Apotheke, um sicher zu sein, hochwertige Produkte zu verwenden.

Für Einsteiger gut geeignet sind ätherische Öle für die Duftlampe, die jedoch stets sparsam dosiert werden sollten. Wenige Tropfen genügen, denn ein Zuviel an Wohlgeruch kann zu Kopfschmerzen führen. Für Bäder werden einige Tropfen Aromaöl zunächst mit Milch, Sahne oder etwas Pflanzenöl vermischt, ehe sie ins Wasser gegeben werden.

Öl für jede Stimmungslage

Beliebte ätherische Aromaöle sind unter anderem Bergamotte (beruhigend, harmonisierend), Grapefruit (stimmungsaufhellend, konzentrationsfördernd), Lemongras (erfrischend, aufmunternd), Lavendel (entspannend), Orange (vitalisierend) und Eukalyptus (anregend, konzentrationsfördernd).

Um den Schlaf zu fördern, kommen Lavendel-, Hopfen- und Bitterorangenöl infrage, gegen Erkältungsbeschwerden machen Eukalyptus-, Rosmarin- und Zitronenöl mobil, und bei Kopfschmerzen können Lavendel-, Bergamotte- und Pfefferminzöl für Linderung sorgen.

Gut zu wissen: Die meisten ätherischen Öle dürfen nicht „pur“ auf die Haut (eine Ausnahme ist Pfefferminz-öl). Der Grund: In konzentrierter Form können die meisten Öle Irritationen oder Allergien auf der Haut verursachen. Die innerliche Einnahme größerer Mengen kann lebensbedrohlich sein. Sie darf nur unter Anleitung eines Therapeuten erfolgen.

Achtung, Kinder!

Einige ätherische Öle können bei Kindern problematisch sein: Der Grund, warum auch verschiedene rezeptfreie Erkältungsmedikamente mit ätherischen Ölen für Kleinkinder nicht geeignet sind. Kinder unter drei Jahren reagieren besonders empfindlich auf Kampfer, Thymian-, Eukalyptus- und Pfefferminzöl. Unverdünnte ätherische Öle sind für Säuglinge und Kleinkinder grundsätzlich nicht geeignet. Selbst kleinste Mengen, die versehentlich in den Mund oder die Nase gelangen, können lebensbedrohliche Verkrampfungen des Kehlkopfs auslösen. Unerwünschte Wirkungen sind außerdem Haut- oder Schleimhautreizungen sowie Erbrechen. Auf welche duftenden Essenzen Familien besser verzichten sollten und ab welchem Alter die Aromatherapie überhaupt infrage kommt, wissen Ihr Kinderarzt und Apotheker.

Ein paar Tropfen Aromaöl und schon verwandelt sich das Bad in einen duftenden Wellness-Pool.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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