Mit Allergien durch den Winter - Vom: 10.01.2017

Für viele Pollenallergiker beginnt schon bald die Leidenszeit. Antiallergische Nasensprays, Augentropfen und Tabletten können die Symptome lindern.

Mit Allergien durch den Winter

Für Allergiker und Menschen mit Neurodermitis ist der Winter oft eine echte Strapaze. Denn auch bei Kälte leiden sie unter den quälenden Symptomen. Wir sagen, was hilft.

Neurodermitis

Im Zwiebellook dem Juckreiz trotzen

Für Menschen, die unter der chronischen Hautkrankheit Neurodermitis leiden, hat die kalte Jahreszeit ihre besonderen Tücken. Ein Grund: Viele mollig-warme Textilien können die Haut reizen und damit die typischen Krankheitssymptome wie schuppig-trockene Hautstellen und stark juckende Ekzeme verstärken. Um vorzubeugen, sollten Neurodermitis-Patienten Kleidung aus tierischen Materialien wie Schafwolle nie direkt auf der Haut tragen und auch auf Kunstfasern wie Nylon und Polyester verzichten. Sinnvoll hingegen: Sich im Zwiebellook kleiden und darauf achten, dass die unterste Schicht aus gut verträglichen Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Mikrofaser nicht zu eng anliegt.

Der Zwiebellook hat den Vorteil, dass man in geheizten Räumen rasch eine oder mehrere Schichten ausziehen kann. So lässt sich starkes Schwitzen, das die Haut reizen und Juckreiz verstärken kann, verhindern. Ebenfalls wichtig: Die Haut auch in erscheinungsfreien Zeiten konsequent pflegen. Ist sie im Winter sehr trocken, eignen sich medizinische Pflegecremes mit höherem Fettanteil. Eine Wohltat für die trockene Neurodermitis-Haut sind rückfettende medizinische Ölbäder aus der Apotheke.

Hausstaubmilben-Allergie

Richtig heizen und lüften

Hausstaubmilben leben vor allem in unseren Betten, fühlen sich aber auch in Polstermöbeln und Teppichen wohl. Die winzigen Tierchen lieben Feuchtigkeit. Und das heißt auch: Wird im Winter stärker geheizt und sinkt die relative Luftfeuchtigkeit unter 45 Prozent, sterben die ungebetenen Mitbewohner allmählich ab. Das Problem: Moderne Fenster unterdrücken aus Energiespargründen meist den freien Austausch von Innen- und Außenluft. Die Folge: Ohne aktives Lüften steigt die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen immer weiter an. Um eine ausreichende Luftzirkulation sicherzustellen, sollten Allergiker deshalb mehrmals täglich stoßlüften. Im Schlafzimmer sollte zudem ein kühles Klima herrschen. Spezielle Anti-Milben-Mittel aus der Apotheke können die Milben vertreiben.

Heuschnupfen

Gut vorbereitet in die Pollenzeit

Mit dem Erblühen von Hasel und Erle beginnt alljährlich die Heuschnupfensaison. Wer auf die Pollen frühblühender Bäume und Sträucher allergisch reagiert, muss mitunter schon im Januar mit Fließschnupfen, Niesreiz und geröteten, tränenden Augen rechnen. Ursächlich kann Heuschnupfen nur durch eine Hyposensibilisierung behandelt werden. Es lohnt sich, den Arzt danach zu fragen. Gegen die quälenden Beschwerden helfen antiallergische Medikamente aus der Apotheke. Wichtig: Manche müssen rechtzeitig und regelmäßig schon vor Beginn der Allergiesaison angewendet werden. Andere helfen rasch, wenn die Beschwerden bereits da sind. Ihr Apotheker berät Sie gern.

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