7 Tipps gegen die Plagegeister - Vom: 01.08.2017

7 Tipps gegen die Plagegeister

Was bei Mückenstichen wirklich hilft

Laue Sommerabende verbringen wir am liebsten draußen im Freien und schauen hinauf in den sternenklaren Nachthimmel. Romantik pur, wenn nicht dieses Geräusch da wäre: ssssssss!

von Stefanie Deckers

Mücken summen mit einer Frequenz von etwa 600 Hertz. Ein Laut, der uns den letzten Nerv rauben kann. Doch damit geben sich die Plagegeister nicht zufrieden. Stechen wollen sie und Blutsaugen. Mit dem Stich, den die Mücke hinterlässt, ist es mit der Ruhe dann endgültig vorbei. Die Einstichstelle wölbt sich bis zur roten Quaddel und juckt fürchterlich. Warum eigentlich?

Wenn die Mücke sticht, injiziert sie einen Proteinmix in die Haut, der verhindert, dass das Blut gerinnt. Blitzartig reagieren unsere Immunzellen und schütten Botenstoffe, Histamine, aus. An der Einstichstelle kommt es zu einer kleinen Entzündung, die sich mit Juckreiz aufdringlich bemerkbar macht. Auch wenn es schwerfällt: Kratzen Sie nicht. Das macht die Sache nur noch schlimmer. Es gibt Haus- und Heilmittel, die wirklich helfen. Welche sind das?

Die gute alte Zwiebel

Zwiebel halb aufschneiden und eine Hälfte mit der Schnittfläche auf die Einstichstelle legen und ruhen lassen. Die antioxidativen Schwefelverbindungen in der Zwiebel wirken antiallergisch und antibakteriell.

Bienenhonig

Frisch gestochen? Dann ist eine Messerspitze Honig die Soforthilfe. Bienenhonig verhindert mit seiner antibiotischen Wirkung die Schwellung auf der Haut.

Hat sich der Stich bereits entzündet, leistet der goldene Saft noch immer gute Dienste: Er ist antibakteriell und antiallergisch.

Spitzwegerich

Blätter zerreiben oder mit einem Küchenmesser anritzen, sodass der Saft austritt. Auf den Mückenstich legen und mit einem sauberen Tuch fixieren. Der Saft der Spitzwegerichblätter hat eine antibakterielle Wirkung, nimmt die Schwellung und lindert den Juckreiz.

Ebenso gut: Basilikum- und Salbeiblätter. Der Saft aus Stielen, Blättern und Blüten von Gänseblümchen verhindert die Quaddelbildung.

Kühle Umschläge

Etwas aufwendig, dafür wirkungsvoll: Rohe Kartoffel und Zwiebel fein reiben und mit Essig vermischen. Diese scharfe Heilpaste können Sie direkt auf die betroffene Hautstelle auftragen. Wer das nicht mag, tränkt ein Leinentuch in Essig- oder Zitronenwasser oder bestreicht es mit gekühltem Quark. Die Säure zerstört das Insektengift. Kartoffeln und Zwiebel wirken entzündungshemmend. Quark nimmt die Schwellung.

Teebaumöl

Bei Mückenstichen ein Wundermittel: Teebaumöl ist antiseptisch, desinfizierend und entzündungshemmend. Verwenden Sie Teebaumöl nur frisch und in bester Qualität. Am besten ein hochwertiges Produkt aus der Apotheke wählen.

Aus der Homöopathie:

Citronella

Vorbeugung ist die beste Medizin. Citronellagras bietet die stärkste Abwehr gegen die lästigen Summer.

Als Kübelpflanze auf dem Balkon oder Garten lässt sie Mücken gar nicht erst zu nah herankommen.

Ätherisches Citronellaöl hingegen verstärkt den Effekt, wenn Sie es in der Duftlampe oder als Raumspray verwenden. Direkten Kontakt vermeiden, kann sonst Hautreizungen oder Lichtflecken verursachen.

Wer den säuerlich-zitronigen Duft von Citronella nicht mag, kann auf spezielle Aromamischungen aus der Apotheke ausweichen: Citronella mit Rosengeranie oder mit Lavendel gibt es als Körperöl, Emulsion und als Roll-on. Lindert Juckreiz, Schwellung und Entzündung.

Einkaufsliste für die Mückensaison

Zur Insektenabwehr:

Ätherische Aromaölmischungen

z. B. von Bahnhof-Apotheke, Primavera Life oder Taoasis.

Zur Behandlung von Mückenstichen:

Gele, Roll-ons oder Schüßler-Salze-Cremes

z. B. von Weleda, Pflüger oder DHU.

Erhältlich in Ihrer Apotheke!

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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