Erste Hilfe - Vom: 14.02.2019

1 x 1 der Wundversorgung

Geschnitten, gestolpert, gestürzt – und schon ist die Wunde da. Kleine Blessuren können oft in Eigenregie versorgt werden. Wir sagen, wie’s geht.

Nur ein kleiner unachtsamer Augenblick – und prompt hat man sich mit dem Küchenmesser in den Finger geratscht, ist ausgerutscht und hat sich das Knie aufgeschürft. Unspektakuläre Hautverletzungen erfordern nicht gleich einen Arztbesuch. Allerdings muss klar sein, dass ausreichender Impfschutz gegen Tetanus besteht.

Schürfwunden sind infektionsgefährdet und müssen gut gereinigt werden. Faustregel: Erst unter fließendem Wasser säubern, dann desinfizieren. Größere Blessuren in jedem Fall mit einer Wundauflage abdecken.

Schnittwunden bluten oft stark, was zur Selbstreinigung beiträgt. Denn mit dem Blut werden Schmutz und Keime aus der Wunde gespült. Deshalb: Ruhig kurz bluten lassen, Wundränder dann desinfizieren und den Schnitt mit einem Pflaster verarzten.

Verbrennungen schmerzen heftig. Sind sie klein und oberflächlich, gilt: Sofort und lange genug mit 15 bis 20 Grad warmem Leitungswasser kühlen. Ist die Haut intakt, hilft anschließend ein Brandgel. Bilden sich Blasen, ist ein Arztbesuch erforderlich. Bei großen Verbrennungen: Umgehend den Rettungsdienst mit 112 rufen.

Mini-Splitter, die nur oberflächlich und gut sichtbar in einer Wunde stecken, dürfen vorsichtig mit der Pinzette entfernt werden. Größere oder tief in der Wunde sitzende Fremdkörper aber bloß nicht selbst aus der Haut ziehen. Richtig: Den Splitter umpolstern, ohne ihn dabei zu bewegen, und zum Arzt gehen.

Immer vom Arzt versorgt werden müssen Bisswunden, die meist durch Tiere verursacht werden, sowie klaffende, stark blutende Platzwunden.

Überprüfen Sie Ihre Hausapotheke regelmäßig auf Vollständigkeit und entsorgen Sie Abgelaufenes. Das Apotheken-Team hilft Ihnen beim Aufräumen im Arzneischrank.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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