8 Tipps für schmerzempfindliche Zähne - Vom: 28.07.2018

8 Tipps für schmerzempfindliche Zähne

Ein heißer Kaffee oder ein kühles Eis können zur Qual werden, wenn die Zähne sensibel auf Temperaturreize reagieren.

Das Problem ist weit verbreitet und macht etwa jedem vierten Erwachsenen zu schaffen.

Wenn Heißes, Kaltes oder auch Süßes stechende Zahnschmerzen verursacht, sollte die Ursache abgeklärt werden. Auslöser können undichte Füllungen, schlecht sitzende Kronen, eine tief in den Zahn eingedrungene Karies oder auch ein sehr schmerz-
empfindliches Zahnmark sein. In den meisten Fällen sind jedoch freiliegende Zahnhälse der Grund für die Überempfindlichkeit. Und die sind wiederum eine Folge falscher Mundhygiene. Gehen Sie in jedem Fall zum Zahnarzt und überprüfen Sie auch Ihre Zahnpflege-Gewohnheiten.

Zerstörte Schutzschicht

Die einen sind beim Zähneputzen zu nachlässig und bieten dadurch den Mundbakterien ein ungestörtes Refugium – so entsteht Karies. Die anderen schrubben übereifrig regelrechte Löcher in den Zahnschmelz. In beiden Fällen wird der Zahnschmelz geschädigt, und das Zahnfleisch bildet sich allmählich zurück. Die Zahnhälse liegen frei und werden nicht mehr vom Zahnschmelz geschützt. Das Zahnbein (Dentin) ist dann direkt allen Außenreizen preisgegeben, denn es ist mit zahllosen mikroskopisch kleinen Versorgungskanälchen durchzogen. Diese sogenannten „Reizleiterkanälchen“ leiten dann jeden Außenreiz wie Hitze, Kälte, Süßes oder auch Saures unmittelbar an den Zahnnerv im Inneren des Zahns weiter – und das tut weh! Wer sich jetzt nicht um seine Zähne kümmert, riskiert einen weiteren Rückzug des Zahnfleischs und schließlich den Verlust des Beißwerkzeugs.

1. Die richtige Putztechnik geht von „rot“ nach „weiß“. Die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel parallel zum Zahnfleisch ansetzen und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen sanft vom Zahnfleisch zur Kaufläche bürsten. „Schrubben“ kann den Zahnschmelz abreiben, eine zu harte Bürste zudem das Zahnfleisch verletzen.

2. Nicht direkt nach dem Essen, sondern eine halbe Stunde später die Zähne putzen. Durch säurehaltige Lebensmittel wird der Zahnschmelz weich und dann regelrecht weggeputzt.

3. Die Zahnbürste sollte keine harten Borsten haben und regelmäßig ausgetauscht werden. Sonst sammeln sich mit der Zeit zu viele Bakterien an. Sensitive Zahnbürsten mit abgerundeten Borsten reinigen schonender.

4. Keine aggressive Zahncreme verwenden. Ganz tabu sind „Weißmacher“-Cremes. Sie enthalten oft starke Schleifkörper und greifen die Zähne an. Wählen Sie Zahnpasta für empfindliche Zähne, am besten mit Amino-Fluorid-Gehalt. Spezielle Inhaltsstoffe der Paste ummanteln die Zahnhälse und reduzieren die Empfindlichkeit.

5. Spülen nach dem Essen mit einer speziellen Mundlösung lindert die Schmerzempfindlichkeit der Zähne ebenfalls etwas. Das Mundwasser sollte Fluorid enthalten, jedoch keinesfalls Alkohol. Der kann sonst zusätzliche Schmerzen in der Mundhöhle verursachen.

6. Tägliche Zahnfleischmassage mit dem Finger oder der Zahnbürste in kreisenden Bewegungen fördert die Durchblutung und stärkt das Zahnfleisch.

7. Die Mineralisierung mit fluoridhaltigen Gelen aus der Apotheke härtet den Zahnschmelz und schützt freiliegende Zahnhälse vor Karies. Sie werden einmal pro Woche wie Zahncreme angewendet.

8. Bei starker Überempfindlichkeit kann der Zahnarzt die Zahnhälse mit einem Fluorid-Lack versiegeln oder mit Kunststoff ummanteln.

Die richtige Putztechnik und eine weiche Bürste schonen die Zahnhälse.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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