Tinnitus - Was hilft bei Ohrgeräuschen? - Vom: 25.09.2017

Hochdosierte Ginkgo-Präparate fördern die Durchblutung und können die Tinnitus-Therapie ergänzen. Das Apothekenteam berät Sie gerne.

Tinnitus - Was hilft bei Ohrgeräuschen?

Es klingelt, pfeift, klickt oder rauscht: Ständige Ohrgeräusche sind eine Qual. Doch es gibt Mittel und Wege, dem Tinnitus den Ton abzudrehen.

Die gute Nachricht vorweg: Auch wenn permanente Ohrgeräusche sehr belastend sein können, so sind sie doch eher selten Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung. Expertenschätzungen zufolge leiden etwa fünf bis 15 Prozent aller Erwachsenen irgendwann unter einer länger andauernden Tinnitus-Episode. Dabei ist Tinnitus kein einheitliches Krankheitsbild, sondern kann viele Formen annehmen und unterschiedliche Ursachen haben. Mediziner unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Variante.

Keine Zeit verlieren

Wenn Ohrgeräusche akut auftreten und länger als einen Tag andauern, handelt es sich um einen medizinischen Eilfall, der unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollte. Der Hals-Nasen-Ohrenarzt kann eine eventuelle organische Krankheit feststellen und eine gezielte Behandlung einleiten.

Chronisch ist ein Tinnitus, wenn die Ohrgeräusche mindestens drei Monate lang auftreten. Das Risiko dafür steigt mit zunehmendem Alter. Die meisten Menschen mit Tinnitus haben auch eine mehr oder weniger ausgeprägte Hörminderung. Auch bei chronischem Tinnitus bestehen gute Chancen auf Besserung. Die Therapiemöglichkeiten sind heute so vielfältig, dass den meisten Betroffenen geholfen werden kann. Auch wenn es nicht zu einer vollständigen Heilung kommt, verliert ein zunächst als sehr belastend empfundener Tinnitus bei konsequenter Behandlung in der Regel zunehmend an Intensität.

Die Geräusche verdrängen

Ein bewährtes Behandlungsprogramm ist die „Tinnitus Retraining-Therapie“. Dabei lernen Betroffene, besser mit den Ohrgeräuschen umzugehen und diese allmählich aus dem Bewusstsein zu verdrängen. Zur Retraining-Therapie gehören Aufklärung und Beratung, Stressbewältigungstraining, Entspannungstechniken und Verhaltenstherapie sowie der Einsatz sogenannter Noiser. Das sind Geräte, die ein angenehmes Geräusch erzeugen und so von den Hörgeräuschen ablenken können.

Als begleitende Maßnahme hat sich bei Tinnitus die Einnahme eines Ginkgo-Präparates bewährt. Die wirksamen Inhaltsstoffe der Ginkgo-Blätter fördern die Durchblutung und verbessern so die Sauerstoffversorgung im Gehirn. Gut zu wissen: Da ein pflanzliches Heilmittel immer Zeit braucht, bis es wirkt, empfiehlt es sich, die Behandlung über einen längeren Zeitraum mit einem hochwertigen Präparat aus der Apotheke durchzuführen.

Lärmschutz beugt vor

„Um Hörschäden und einem Tinnitus vorzubeugen, ist es wichtig, sich vor Lärm zu schützen“, sagt Dr. Gerhard Schillinger, Leiter des Stabs Medizin im AOK-Bundesverband. Hörschäden können ab einer Lautstärke von 85 Dezibel entstehen, wenn man diesem Lärm lange Zeit ausgesetzt ist. Lastwagen und Motorräder verursachen etwa 90 Dezibel, in Discos werden 100 bis 110 Dezibel gemessen. „Wenn es laut wird, ist es daher immer gut, einen Gehörschutz zu tragen, das gilt insbesondere auch für Konzert- oder Discobesuche“, rät Schillinger. Wichtig sind aber auch Lärmpausen, in denen sich das Gehör erholen kann. Geeigneten Gehörschutz wie zum Beispiel weiche Ohrstöpsel bekommen Sie in der Apotheke.

Quelle: https://www.ratgebergesund.de/

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