Die Kamille: Ein Kraut für viele Fälle - Vom: 07.01.2018

Kamillentee sollte die wertvollen Inhaltsstoffe der vielseitigen Heilpflanze in ausreichender und kontrollierter Menge enthalten. Diese Sicherheit haben Sie nur bei Tee nach Arzneibuchqualität.

Die Kamille: Ein Kraut für viele Fälle

Als Haus- und Heilmittel genießt die Kamille einen ausgezeichneten Ruf. Zu Recht!

Dass die Kamille ein heilsames Multitalent ist, wussten die Menschen schon in der Antike. Die Ägypter verehrten die Pflanze als „Blume des Sonnengottes“. Bei den alten Griechen und Römern galten Kamillenzubereitungen als Universalheilmittel. In der Volksheilkunde wurde die Heilpflanze traditionell zur Behandlung von Frauen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt eingesetzt, was ihr auch klangvolle Namen wie Mutterkraut oder Mägdeblümle einbrachte.

Was genau die besondere und vielseitige Heilwirkung der Kamille ausmacht, interessiert die Forschung bis heute. Dabei lässt die Vielzahl der Inhaltsstoffe, die in den Kamillenblüten stecken und sich in ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen, so manchen Wissenschaftler ins Schwärmen geraten: Zu ihnen gehören das ätherische Öl, das unter anderem die Substanzen Matricin und Bisabolol enthält, und für seine entzündungshemmende, wundheilungsfördernde und krampflösende Wirkung bekannt ist. Außerdem stecken in den Blüten Flavonoide, Cumarine und Schleimstoffe.

Nur die Echte duftet

Wie viele Pflanzen hat auch die echte Kamille einige Verwandte, die ihr zum Verwechseln ähnlich sehen, sich jedoch erheblich von der berühmten Schwester unterscheiden: Ihnen mangelt es nämlich größtenteils an den wertvollen ätherischen Ölen. Somit sind „Doppelgängerinnen“ wie beispielsweise die Ackerhunds- und die strahllose Kamille als Arzneipflanzen bedeutungslos. Eindeutiges Erkennungsmerkmal der echten Kamille ist ihr ausgeprägter, aromatischer Kamillenduft, der den anderen Arten fehlt.

Im Sommer findet man die krautig wachsende Kamille in voller Blüte auf Feldern, Wiesen und Wegrändern. Die echte Kamille wächst in aufrechten, verzweigten Stängeln, die in den kleinen weiß-gelben Blütenköpfchen enden. Charakteristisch sind die anfangs flachen, später sich kegelförmig hochwölbenden gelben Blütenböden. Sie sind umgeben von einem Kranz weißer Zungenblüten, die bei älteren Blüten nach unten klappen.

Gesund von innen und außen

Vielseitig sind die medizinischen Einsatzgebiete der Heilpflanze, die als zuverlässiger und recht gut verträglicher Schmerzstiller, Wundheiler und Krampflöser in jede Hausapotheke gehört. Innerlich sorgt Kamillentee bei Magen-Darm-Störungen, die mit Krämpfen, Blähungen oder Brechreiz einhergehen, für Linderung. Wer unter einer entzündeten Magenschleimhaut leidet, kann ebenfalls von den krampflösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften der Heilpflanze profitieren.

Äußerlich helfen Mundspülungen mit Kamille bei Entzündungen von Mundhöhle oder Zahnfleisch, Gurgellösungen können Halsschmerzen lindern. Im Kampf gegen Erkältungen hat es sich auch bewährt, mit Kamille zu inhalieren. Dazu entweder zwei Esslöffel Blüten mit einem halben Liter heißem Wasser übergießen oder fertige Kamillenkonzentrate aus der Apotheke ins Wasser geben. Schließlich eignet sich die Kamille sogar für Umschläge und zum Baden, beispielsweise bei bestimmten Haut- und Schleimhauterkrankungen. An einem entzündeten Auge hat die Kamille jedoch nichts verloren: Es kann zu Bindehautreizungen kommen.

Steckbrief: Echte Kamille

botanischer Name: Matricaria recutita

Familie: Korbblütler

Heimat: Süd- und Osteuropa, Vorderasien

Vorkommen: ganz Europa, Nordamerika, Australien

Merkmale: einjährige, krautige, bis zu 50 Zentimeter hohe Pflanze

Blütezeit: Mai bis September

Quelle: https://www.ratgebergesund.de/

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