Hitze und Ozon - Vom: 06.08.2018

Hitze und Ozon

Wenn der Sommer den Körper stresst

Strahlende Sonne und Temperaturen um die 30 Grad im Schatten bescheren nicht nur gute Laune, sondern manchmal auch Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden.

So genießen Sie das Wetter unbeschwert!

Unsere südländischen Nachbarn machen es schon richtig: In der größten Mittagshitze halten sie Siesta an einem schattigen Plätzchen. Diese Ruhepause braucht der Körper zur Erholung, denn heiße Tage und tropische Nächte verlangen ihm einiges ab. Besonders wenn noch eine hohe Luftfeuchtigkeit mit den typischen Wärme-Gewittern hinzukommt, ist das eine große Belastung für den Kreislauf. Dies gilt besonders – aber längst nicht nur – für ältere Menschen oder diejenigen, die schon mit Herz- oder Nierenproblemen vorbelastet sind oder einen zu hohen Blutdruck haben. Die Folgen der hohen Temperaturen können Müdigkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe sein.

Trinken, trinken, trinken

Bei Hitze oder körperlicher Belastung sollten es mindestens zwei bis drei Liter am Tag sein, damit die körpereigene „Klimaanlage“ funktioniert: Der Körper versucht, sich durch Schwitzen zu kühlen – da können schnell mehrere Liter Flüssigkeit verloren gehen. Weil der Körper beim Schwitzen wichtige Salze, Magnesium und andere Elektrolyte verliert, sind die besten Durstlöscher Mineralwasser, Saftschorlen, ungesüßte Früchte- und Kräutertees oder leckere Gemüsesäfte. Aber bitte nicht eiskalt, das stresst den Körper zusätzlich. Das „Lieber nicht!“ gilt bei Hitze auch für alkoholische Getränke, zu viel Kaffee oder schwarzen Tee.

Lieber leichte Küche

Je heißer es ist, desto schwerer liegt das Essen im Magen. Deshalb gilt: Bei großer Hitze lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt der üblichen drei großen zu sich nehmen. Ideal sind jetzt bunte Sommersalate, angemacht mit hochwertigem Pflanzenöl. Auch leichte Fisch- und Gemüsegerichte, kalte Quarkspeisen und Obst halten im Sommer fit und in Form. Gute Snacks und Durstlöscher sind stark wasserhaltige Obst- und Gemüsesorten wie Melonen oder Gurken.

Vorsicht beim Sport

Große Anstrengungen sind bei hohen Temperaturen gefährlich. Doch leichte Bewegung hilft, das Herz-Kreislaufsystem fit zu halten. Sportliche Aktivitäten sollte man aber lieber auf die kühlen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Besonders gut geeignet sind Sportarten wie Radfahren – der Fahrtwind bringt zusätzliche Kühlung. Oft reicht aber schon der Spaziergang im schattigen Wald.

Hohe Ozonwerte belasten die Atemwege

Bei einer Hitzewelle steigt auch die Ozonkonzentration extrem an. Das Gas reizt aufgrund seiner oxidierenden Wirkung die Schleimhaut des Atmungssystems. Hustenreiz, Atemprobleme, aber auch Kopfschmerzen und tränende Augen deuten auf erhöhte Ozonwerte hin. Sie können für Menschen mit Lungen- und Bronchialerkrankungen, aber auch für Kinder und ältere Menschen gefährlich werden. Wer bereits Medikamente zur Erweiterung der Bronchien einnimmt, sollte diese immer bei sich tragen und sie jetzt lieber einmal zu viel als zu wenig einsetzen. Auch größere Anstrengungen und Sport sind nun tabu. Das gilt leider auch für das Schwimmen im Freibad, ein bisschen Planschen zur Abkühlung ist aber kein Problem.

Behalten Sie einen kühlen Kopf: Beim Sonnenbaden und Flanieren ist eine Kopfbedeckung ebenso unentbehrlich wie eine geeignete Sonnencreme.

Quelle: www.ratgebergesund.de
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