4 Fragen zur Homöopathie - Vom: 26.06.2018

4 Fragen zur Homöopathie

Homöopathie und Schulmedizin wirken auf zwei verschiedenen Ebenen. Sie müssen sich nicht im Weg stehen. Bestenfalls lassen sie sich kombinieren. Aber bitte nicht auf eigene Faust. Die pharmazeutisch-technische Assistentin Silke Megens erklärt, worauf Sie achten müssen.

Homöopathische Mittel und schulmedizinische Medikamente. Vertragen die sich?

Grundsätzlich sollte immer nur ein Präparat genommen werden, um die Wirkung nicht zu verfälschen. Das gilt besonders für Akutfälle. Ein Schmerzmittel – entweder aus der Schulmedizin oder aus der Homöopathie – sollte genügen.

Bei chronischen Erkrankungen sieht die Sache anders aus. Bei Rheuma oder Asthma zum Beispiel sind Patienten oft auf schulmedizinische Arzneimittel angewiesen. Homöopathie kann die Krankheit nicht mehr nehmen, aber sie kann helfen, Beschwerden und Begleiterscheinungen zu lindern.

Sprechen Sie immer vorher mit Ihrem Arzt, wenn Sie Schulmedizin und Homöopathie kombinieren möchten. Sagen Sie Ihrem Apotheker, welche Medikamente Sie einnehmen, wenn Sie homöopathische Mittel kaufen möchten.

Haben Globuli wirklich keine Nebenwirkungen?

Häufig wird eine Erstverschlimmerung erwähnt. Erstverschlimmerungen sind aber keine Nebenwirkungen, sondern ein Anzeichen, dass die Selbstheilungskräfte in Gang kommen. Wichtig ist, dass Sie das richtige Mittel wählen. Sonst wirkt es nicht, hat aber keine Nebenwirkungen.

Hat die Homöopathie auch Grenzen?

Die Homöopathie soll die Selbstheilungskräfte aktivieren. Sie stößt also an ihre Grenzen, wenn keine Aussicht mehr auf Selbstheilung besteht. Sobald eine intensivmedizinische oder operative Behandlung nötig wird, müssen Sie zum Arzt. Auch wenn Sie bei leichten bis mittelschweren Beschwerden Globuli nehmen und die Symptome nicht verschwinden.

Was bedeutet es, wenn auf einer Zahncremetube steht: „homöopathieverträglich“?

Eine „homöopathieverträgliche“ Zahncreme verzichtet auf ätherische Öle, insbesondere auf Menthol. Denn manche Stoffe sollen die Wirkung von Homöopathika schwächen oder sogar ganz aufheben. Menthol – in Zahncreme – soll einer dieser Stoffe sein.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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