So bleiben Sie im Sommer gesund - Vom: 07.07.2016

So bleiben Sie im Sommer gesund

Sommer, Sonne, Spaß im Freien: Das Leben kann so schön sein! Zumindest, solange wir fit und gesund bleiben. Lesen Sie hier, wie Sie Sommergrippe, Sonnenbrand und andere Sommerübel vermeiden.

Viele Infektionen und Beschwerden treten bevorzugt in der warmen Jahreszeit auf. Sommergrippe, Sonnenallergie, Durchfall und Insektenstiche gehören dazu. Und allesamt haben sie das Zeug zum echten Spielverderber. Wer mag schon mit heftigem Husten im Biergarten sitzen, mit juckendem Hautausschlag zur Grillparty gehen oder mit Magen-Darm-Verstimmung am Badesee liegen? Doch die gute Nachricht lautet: Mit ein bisschen Achtsamkeit und kleinen Tricks lassen sich viele Sommerübel verhindern. Und auch im Akutfall hilft die richtige Strategie, um Beschwerden rasch wieder in den Griff zu bekommen.

Lästige Sommergrippe

Beispiel Sommergrippe: Verursacht wird diese sommerliche Erkältung von Viren, die auch in der warmen Jahreszeit aktiv sind. Ist unser Immunsystem – zum Beispiel durch kalte Klimaanlagenluft, zu ausgiebiges Sonnenbaden oder stressige Urlaubsvorbereitungen – geschwächt, können die Keime leichter in den Körper eindringen und sich vermehren. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind die lästigen Folgen. Im Sommer ist eine Erkältung doppelt quälend, denn bei Hitze und Schwüle fühlen wir uns erst recht schlapp. Um die Beschwerden zu lindern, sind Erkältungsmittel wie abschwellende Nasensprays, pflanzliche Schleimlöser, Lutschpastillen gegen Halsweh und Hustenlöser hilfreich.

Vorsicht, Durchfall

Mitunter geht eine Sommergrippe auch mit Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen einher. Aber auch Bakterien sind jetzt oft Auslöser heftiger Durchfälle. Ein Grund: Bei warmen Temperaturen finden Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen vor und können mit dem Essen schnell in den Körper gelangen. Um vorzubeugen, ist es wichtig, empfindliche Lebensmittel, beispielsweise mit rohem Ei oder Fleisch und Fisch, lückenlos zu kühlen und auf eine gute Küchenhygiene zu achten. Ist der Durchfall erst da, heißt die wichtigste Erste-Hilfe-Regel: Den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust wieder ausgleichen, und zwar mit Wasser, Tees und Elektrolyten aus der Apotheke. Dort empfiehlt man Ihnen auch gern geeignete Arzneimittel zur weiteren Behandlung von Durchfall.

Mit heiler Haut

Auch unserer Haut kann der Sommer zu schaffen machen: Denn zu viel UV-Strahlung verursacht Sonnenbrand. Der ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern kann auch zu Hautkrebs führen. Deshalb: Beugen Sie durch einen zurückhaltenden Umgang mit der Sonne, durch geeignete Kleidung und hochwertigen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor vor. Hat sich die Haut doch gerötet, hilft ausreichend langes Kühlen mit feuchten Umschlägen. Gegen Rötungen und Brennen haben sich kühlendeGele bewährt, unter Umständen auch Cremes mit Hydrocortison. Starker Sonnenbrand mit Blasenbildung ist ein Fall für den Arzt.

Viele Menschen leiden jetzt auch unter Sonnenallergien, die durch juckende Pusteln, Bläschen und Rötungen auf sich aufmerksam machen. Die häufigste Allergie heißt polymorphe Lichtdermatose (PLD). Dazu kommt es meist, wenn die sonnentwöhnte Haut erstmals einer ungewohnt hohen UV-Strahlung ausgesetzt ist – zum Beispiel beim ersten Freibadbesuch oder im Urlaub. Wer zu PLD neigt, sollte die Haut behutsam an die Sonne zu gewöhnen und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Ist der juckende Hautausschlag schon da, gilt es, die Sonne konsequent zu meiden. Gegen starken Juckreiz gibt es antiallergische Präparate in der Apotheke.

Tierische Plagegeister

Spezielle Medikamente zum Auftragen auf die Haut wirken auch bei juckenden Mückenstichen lindernd. Um sich die stechenden Plagegeister vom Hals zu halten, helfen lange, helle Kleidung und insektenabwehrende Mittel (Repellents). Sie enthalten Wirkstoffe wie DEET oder Icaridin. Auch Fliegengitter an den Fenstern leisten gute Dienste. Sie halten Mücken auf Distanz und sorgen gleichzeitig dafür, dass sich Bienen und Wespen nicht ins Haus verirren können. Wespen- und Bienenstiche sind sehr schmerzhaft, für Insektengift-Allergiker sogar lebensgefährlich. Um sie zu vermeiden, gilt: Nähert sich ein Insekt, immer Ruhe bewahren. Denn hektische Bewegungen versetzen das Tier in Alarmbereitschaft – es fühlt sich bedroht und sticht zu. Ist das Unglück geschehen, helfen gekühlte Gelkissen und juckreizstillende Cremes oder Gele, ein Anschwellen der Einstichstelle zu verhindern. Insektengift-Allergiker sollten im Sommer immer ein Notfallset mit geeigneten Medikamenten dabeihaben.

Mini-Kästen (zur Auswahl – Augen kann als erster entfallen)

Blasenentzündungmacht durch Brennen beim Wasserlassen auf sich aufmerksam.

Lippenherpesbeginnt mit einem Kribbeln, Spannen und Brennen an der Lippe, ehe die schmerzhaften Herpes-Bläschen auftauchen.

Niedriger Blutdruck führt im Sommer oft zu Kreislaufproblemen mit Schwindel, Kopfweh und Augenflimmern.

Augenreizungen können durchWind, Chlor- und Salzwasser verursacht werden.

Warum Mücken längst nicht jeden stechen, lesen Sie im Internet unter www.ratgebergesund.de.

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