Der Bauchschmerz-Kompass - Vom: 12.11.2015

Ob Völlegefühle, Bauchkrämpfe oder Magenkneifen: Gegen Verdauungsbeschwerden gibt es in der Apotheke zuverlässig wirksame Medikamente und hilfreiche Arzneitees. Wir beraten Sie gern.

Der Bauchschmerz-Kompass

Es rumort, kneift und zieht in der Körpermitte: Bauchschmerzen und -krämpfe kennt jeder. Was kann hinter den lästigen Beschwerden stecken? Unser Bauchschmerz-Kompass klärt über einige wichtige Ursachen auf.

Bauchkrämpfe bei Stress: Reizdarmsyndrom?

Plötzlich auftretende Bauchschmerzen und -krämpfe und ein immer wiederkehrendes, schmerzhaft-aufgeblähtes Bauchgefühl über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten hinweg können auf ein Reizdarm-Syndrom (RDS) hinweisen. Auch Bauchbeschwerden in Kombination mit Durchfall oder Verstopfung sind typisch für diese Erkrankung, der vermutlich eine Störung des Nervensystems im Bauch zugrunde liegt. Bei RDS-Geplagten führt bereits ein leichter Dehnungsreiz zu einer schmerzhaften Verkrampfung der Darmmuskulatur. Heilen kann man das RDS bisher noch nicht, doch die Symptome sind gut behandelbar. Wichtig jedoch, andere Ursachen vom Arzt ausschließen zu lassen.

Schmerzen im Oberbauch und Sodbrennen: Gastritis?

Gastritis ist der Fachbegriff für eine Magenschleimhautentzündung. Typisch für dieses Krankheitsbild sind die Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes, Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit sowie mitunter Übelkeit und Erbrechen. Gründe für die Beschwerden: Zuviel Säure, Bakterien im Magen oder auch Medikamente. Ein Arztbesuch sorgt für Klarheit.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall: Magen-Darm-Infekt?

Bauchschmerzen und -krämpfe, die von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall begleitet werden, deuten auf einen Magen-Darm-Infekt hin. Auslöser sind häufig Viren (z. B. Rotaviren). Anstecken kann man sich quasi überall, denn die Übertragung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch, über Gegenstände und über die Luft. Spätestens nach einer Woche sind die Symptome meist abgeklungen. Wichtig: Starker Durchfall und anhaltendes Erbrechen sind immer ein Fall für den Arzt.

Verdauungschaos nach Milchprodukten: Laktoseintoleranz?

Manche Menschen können Milch und Milchprodukte nicht gut vertragen. Nach dem Genuss bekommen sie prompt heftige Magen-Darm-Beschwerden. Der Schlüssel ist das Enzym Laktase. Fehlt es, kann Milchzucker erst im Dickdarm verstoffwechselt werden. Dabei entstehen Gase, es kommt zu Blähungen, Bauchkrämpfen und -schmerzen – den typischen Symptomen einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Ein Bauchschmerztagebuch hilft, Nahrungsmittel zu identifizieren, die schlecht oder gar nicht vertragen werden. Mit einem speziellen Atemtest kann der Arzt die Laktoseintoleranz diagnostizieren.

Was hilft bei Bauchbeschwerden?

Viele Erkrankungen der Bauchorgane gehen mit Bauchkrämpfen einher. Der Hintergrund: Eine erhöhte Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin führt zu einem unkontrollierten Zusammenziehen der Darmmuskulatur. Ein Teufelskreis, denn Schmerzen und Krämpfe bedingen sich gegenseitig. Krampflösende Medikamente aus der Apotheke können diesen Kreislauf durchbrechen und sind deswegen bei krampfartigen Bauchbeschwerden die Mittel der Wahl.

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