Mit Asthma gut durch den Winter - Vom: 18.12.2018

Mit Asthma gut durch den Winter

Winterliche Temperaturen und trockene Heizungsluft bereiten Asthmapatienten Probleme. Kälte und feuchtkalte Nebel verstärken die Symptome und können bis zur Atemnot führen. Wie Sie möglichst unbeschwert durch die kalte Jahreszeit kommen.

Der Auslöser des Asthmas bestimmt, wie stark Betroffene im Winter an Beschwerden leiden. Diejenigen, die empfindlich auf blühende Pflanzen reagieren, haben im Winter eine entspanntere Zeit. Liegt der Auslöser in Tierhaaren oder Hausstaubmilben, können sich die Beschwerden während der kalten Jahreszeit verschlimmern. „Die chronisch gereizten Bronchien von Asthmapatienten werden beim Wechsel zwischen trockenen, beheizten Räumen und frostiger Luft stärker strapaziert als bei milden Temperaturen“, erklärt Professor Klaus Rabe von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die Bronchien ziehen sich zusammen, sodass zu wenig Luft in die Atemwege gelangt. Bei einem Asthmaanfall verkrampft sich zudem die Atemmuskulatur. Akute Atemnot kann die Folge sein.

Medikamente konsequent einnehmen

Wenn sich die Lungenfunktion im Winter verschlechtert, ist es möglich, nach Absprache mit dem Arzt die Medikamentendosis zeitweilig zu erhöhen. „Wichtig ist, dass die verschriebenen Mittel auch wirklich konsequent und nicht nur bei Bedarf eingenommen werden“, betont Professor Rabe. Dazu gehöre das Basis-Medikament, ein Aerosol, das die Bronchien erweitert, und ein entzündungshemmendes Inhalierspray. Damit die Therapie mit dem Inhaliergerät auch erfolgreich ist, rät der DGP-Experte zu einer Schulung: „Untersuchungen zeigen, dass zwei von drei Patienten ihren Inhalator falsch benutzen, was den Behandlungserfolg verringert.“

Impfen nicht vergessen!

Wer an Asthma oder einer anderen chronischen Lungenerkrankung leidet, sollte auch sein Immunsystem auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Erkältungen und Atemwegsinfekte treffen Asthmapatienten nämlich häufiger und schwerer als lungengesunde Menschen. Gegen Grippe oder Pneumokokken-Infektionen schützen regelmäßige Impfungen. Wenn Erkältungssymptome auftreten, empfiehlt Rabe, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen: „Eine frühe Behandlung, zum Beispiel mit inhalierbarem Kortison, kann eventuell eine Verschlimmerung verhindern.“

Frischluft und Bewegung

Auch wenn die Kälte nicht dazu einlädt, lüften Asthmapatienten ihre Zimmer am besten regelmäßig und trinken außerdem ausreichend. Professor Klaus Rabe ergänzt: „Grundsätzlich sollten Menschen mit Asthma auf eine gesunde Ernährung achten, Alkohol nur in Maßen konsumieren und Zigarettenrauch meiden.“ Auch moderate Bewegung im Freien könne helfen, die Lungenfunktion zu verbessern und die Reizschwelle für einen Asthmaanfall zu erhöhen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen