9 Monate gesund – 9 Tipps vom Apotheker - Vom: 08.03.2019

9 Monate gesund – 9 Tipps vom Apotheker

Fit durch die Schwangerschaft – das wünscht sich jede werdende Mutter. Was das Wohlbefinden fördert und Befindlichkeitsstörungen lindert, weiß der Apotheker.

1 Im Zweifel immer zum Arzt

Egal ob es im Bauch grummelt oder Erkältungshusten nervt: Auch vermeintlich harmlose Beschwerden sollten Schwangere ernst nehmen und im Zweifelsfall immer zum Frauenarzt gehen. Riskant ist es, heftige Schmerzen „tapfer“ zu ertragen, um bloß kein Medikament nehmen zu müssen. Denn hinter den Beschwerden kann eine ernsthafte Krankheit stecken, die behandelt werden muss. Falls erforderlich wird der Arzt dann Arzneimittel verordnen, die fürs Baby unbedenklich sind.

2 Manche Lebensmittel meiden

Natürlich sollen schwangere Frauen ihre Mahlzeiten genießen und mit Appetit schlemmen. Doch einige wenige Lebensmittel, die fürs Ungeborene gefährliche Krankheitserreger enthalten könnten, sind tabu. Dazu gehören unter anderem Rohmilchprodukte, Rohwürste wie Salami und Teewurst, rohes und nicht durchgebratenes Fleisch, roher Fisch und Speisen mit rohen Eiern.

3 Keine Selbstmedikation

Schwangere dürfen nicht auf eigene Faust zu Medikamenten aus der Hausapotheke greifen. Das gilt für verordnete und für selbst gekaufte Medizin, für chemisch-synthetische und für pflanzliche Wirkstoffe. Der Grund: Viele Arzneistoffe, die unter normalen Umständen problemlos eingesetzt werden, können das Ungeborene gefährden – ganz besonders in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, wenn sich die Organe des Babys entwickeln. Der Apotheker erklärt Ihnen, was Sie meiden müssen – und warum.

4 Schmerzen sanft lindern

Es zieht im Rücken, es hämmert im Kopf: Schmerzen sind quälend, lassen sich häufig aber auch ohne Tabletten effektiv lindern. Bei Rückenbeschwerden hilft oft Wärme – etwa ein Körnerkissen oder ein warmes Bad. Erste Hilfe bei Kopfweh: Einen Spaziergang an der frischen Luft machen, einen kalten Waschlappen auf die Stirn oder ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf die Schläfen geben. Bei starken Beschwerden ist die Einnahme bestimmter Schmerzmittel nach Rücksprache mit dem Arzt und dem Apotheker möglich. Der Wirkstoff Paracetamol darf, wenn der Arzt grünes Licht gibt, während der gesamten Schwangerschaft eingesetzt werden, Ibuprofen im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel.

5 Stark gegen Übelkeit

Übelkeit und Erbrechen plagen viele schwangere Frauen, vor allem in den ersten Wochen. Das hilft: Morgens noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen, zum Beispiel einen Zwieback oder ein Knäckebrot. Besser bekömmlich als große Portionen sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Intensive Gerüche, die Übelkeit auslösen, sollten Sie meiden. Gute Erfahrungen haben viele Frauen mit Akupressur-Armbändern aus der Apotheke gemacht. Auch Ingwertee und Vitamin B6 können Übelkeit lindern, wenn der Arzt keine Bedenken hat.

6 Auf Hausmittel setzen

Auch bei anderen Schwangerschaftsübeln können Hausmittel und kleine Tricks helfen: Schlafen mit erhöhtem Kopf und ein Löffel Haferflocken, langsam gekaut, können Sodbrennen lindern. Bei Verstopfung gut: Morgens ein Glas lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen trinken und ballaststoffreiche Vollkornprodukte essen.

7 Doppelt gut essen

Schwangere haben lediglich einen leicht erhöhten Energiebedarf und sollten mengenmäßig keinesfalls für zwei essen. Allerdings brauchen sie ein Plus an einigen Vitaminen und Mineralstoffen. Wichtig ist es deshalb, dass werdende Mütter gesund, abwechslungsreich und ausgewogen essen. Um den deutlich erhöhten Bedarf an Folsäure zu decken, wird der Arzt ein entsprechendes Präparat verschreiben. Ob zudem Vitalstoffe wie Eisen oder Jod ergänzt werden müssen, sollten Sie mit dem Frauenarzt klären. Auch der Apotheker berät Sie hierzu kompetent.

8 In Bewegung bleiben

Sport mit dickem Bauch? Aber klar! Bewegung stärkt die Muskeln, baut Stress ab und verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers. Als gesunde Faustregel gilt: Bewegen Sie sich regelmäßig, ohne Ihrem Körper ungewohnte Belastungen zuzumuten. Lieber in geringerer Intensität trainieren und Aktivitäten mit sanften Bewegungsabläufen bevorzugen. Nicht erlaubt sind Sportarten mit starken Erschütterungen oder hohem Verletzungsrisiko.

9 Zur Vorsorge gehen

In der Schwangerschaft stehen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen auf dem Programm. Diese Check-ups sind wichtig, um zu beurteilen, ob sich das Baby gesund und altersgerecht entwickelt. Versäumen Sie bitte keinen dieser Termine!

Quelle: www.ratgebergesund.de

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