Inlays – Zahnfüllungen aus einem Stück - Vom: 11.05.2016

Inlays – Zahnfüllungen aus einem Stück

Mit Inlays bezeichnet man Einlagefüllungen, die im zahntechnischen Labor angefertigt und in den präparierten Zahn einzementiert oder eingeklebt werden. Sie sind eine hochwertige Alternative zu Amalgam-, Zement- oder Kunststofffüllungen. Der Einsatz eines Inlays wird oft vorgenommen, wenn der Defekt noch nicht so groß ist, dass eine Krone eingesetzt werden muss. Inlays können aus Gold, Keramik oder Kunststoff bestehen. Ihr Zahnarzt berät Sie gern zu den Besonderheiten der jeweiligen Materialien.

Ein- und mehrflächige Inlays

Es wird zwischen ein- und mehrflächigen Inlays unterschieden, je nachdem wieviel von dem Zahn betroffen ist. Einflächige Füllungen betreffen nur die Kaufläche des Zahnes. Ist zusätzlich noch die Fläche zu einem Nachbarzahn einbezogen, spricht man von zweiflächigen Füllungen. Sind beide Flächen zu den Nachbarzähnen eingeschlossen, wird es als dreiflächige Füllung bezeichnet. Von einer Teilkrone, Onlay oder Overlay ist die Rede, wenn mehr Zahnsubstanz oder alle Zahnhöcker betroffen sind.

Haltbare Goldinlays

Gold lässt sich aufgrund seiner Materialeigenschaften gut verarbeiten und einpassen. Da reines Gold zu weich ist, wird eine Legierung verwendet, die eine große Haltbarkeit und eine lange Lebensdauer des Inlays gewährleistet. Goldeinlagefüllungen halten auch großen Kaubelastungen stand und sind dennoch weich genug, um den gegenüberliegenden Zahn nicht zu schädigen.

Ästhetische Keramikinlays

Von der Ästhetik her ist das Keramikinlay die beste Wahl. Die hochglänzende Oberfläche aus Keramik kommt der natürlichen Zahnfarbe sehr nah, man erkennt so gut wie keinen Unterschied. Dentalkeramiken leiten Temperaturreize ähnlich wie der Zahnschmelz nicht weiter und sind biologisch gut verträglich. In der Zahnarztpraxis wird ein Abdruck des vorbereiteten Zahnes gemacht und für die Übergangszeit ein Provisorium auf den Zahn gesetzt. Das im Dentallabor hergestellte Keramikinlay wird dann bei einem weiteren Termin bei Ihrem Zahnarzt in den Zahn eingeklebt.

Kosten

Da einige Behandlungsschritte zur Erstellung eines Inlays notwendig sind, ist das Inlay erheblich teurer als eine herkömmliche Füllung. Inlays sind keine Kassenleistung, gesetzlich Versicherte erhalten jedoch einen kleinen Zuschuss von ihrer Krankenkasse. Privatpatienten können die Kosten je nach Versicherungsbedingungen auch voll erstattet bekommen.

Inlays aus dem Computer

Neben der traditionellen Anfertigung im Dentallabor können Keramikinlays mittlerweile mithilfe moderner Computertechniken ebenfalls in der Zahnarztpraxis hergestellt werden. Ein Computerprogramm setzt die mit einer Messkamera gewonnenen Daten zur Zahnsituation um, und das Inlay wird aus einem Vollkeramikblock gefräst.

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