Nagelpilz muss behandelt werden - Vom: 29.05.2016

Nagelpilz muss behandelt werden

Jeder sechste Erwachsene leidet unter Nagelpilz. Besonders häufig sind Diabetiker betroffen. Da Folgeschäden drohen und die Erkrankung nie von selbst heilt, sollte der Pilz möglichst früh und konsequent bekämpft werden.

Trübe Nägel, gelblich-braune Verfärbungen, Verdickungen der Nagelplatte und schließlich bröckelnde Nägel: Das sind die typischen Symptome einer Nagelpilzinfektion. Sie befällt meistens die Fußnägel, in selteneren Fällen können aber auch die Finger betroffen sein. Im fortgeschrittenen Stadium werden die Nägel nicht nur unansehnlich, sie können auch komplett zerstört werden. Zudem droht jederzeit die Ausbreitung auf weitere Zehen oder andere Körperteile sowie eine Ansteckung der Mitbewohner im Haushalt.

Nagelpilz kann grundsätzlich jeden Menschen treffen – die Erreger kommen praktisch überall vor. Auch gepflegte Füße und Hände sind nicht immun: Die Erkrankung hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun! Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht an öffentlichen Orten wie Sauna, Schwimmbad, Umkleidekabinen und Hotelzimmern. Möglicher Übertragungsweg ist aber auch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern sowie Nagelfeilen und -scheren in der Familie.

Nagelpilz heilt nie von selbst

Im Vergleich zu gesunden Menschen haben Diabetiker ein dreifach erhöhtes Risiko, an Fuß- und Nagelpilz zu erkranken. Denn Zuckerpatienten bemerken kleine Verletzungen am Fuß häufig nicht, Krankheitserreger können leicht in Haut und Nägel eindringen. In der Folge entwickeln sich nicht nur Pilzerkrankungen, sondern unter Umständen auch schlecht heilende Geschwüre – Mediziner sprechen vom diabetischen Fußsyndrom.

Aufgrund der möglichen schwerwiegenden Folgeschäden sollten Nagelpilzinfektionen sofort behandelt werden. Eine Chance auf Selbstheilung besteht kaum: Haben sich die Pilze erst einmal im Nagel eingenistet, kann das Immunsystem sie praktisch nicht mehr eliminieren. Zur Selbstbehandlung stehen wirkstoffhaltige Nagellacke zur Verfügung, mit verschiedenen Wirksubstanzen und unterschiedlicher Lackgrundlage. Ein bewährter Wirkstoff ist zum Beispiel Ciclopirox. Er ist auch bei Diabetikern erprobt: Ciclopirox wirkt gegen alle Nagelpilzerreger und hat zudem eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Damit werden Diabetiker auch vor bakteriellen Infektionen geschützt.

Es geht auch ohne Feilen

Grundsätzlich lassen sich wasserlösliche und wasserfeste Produkte unterscheiden. Wasserlösliche Anti-Pilz-Lacke sind einfach und bequem anzuwenden: Es genügt, den Lack einmal täglich vor dem Zubettgehen in einer dünnen Schicht auf den Nagel aufzutragen – der Wirkstoff zieht dann über Nacht ein. Die Benutzung von Feilen und Nagellackentferner ist nicht erforderlich. Das hat zusätzlich den Vorteil der geringen Verletzungsgefahr. Beim Hantieren mit einer Feile kann die Haut dagegen schnell einmal beschädigt werden, was speziell bei Diabetikern leicht zu Entzündungen führt.

Es ist wichtig, erste Anzeichen einer Infektion möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Die Nagelpilztherapie sollte immer so lange fortgesetzt werden, bis der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist. Wird die Behandlung zu früh abgebrochen, kann es zum Rückfall kommen. Die Heilung der Fingernägel dauert bis zu 6 Monate, die der Fußnägel bis zu 12 Monate. Um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern, sollten während und nach einer Pilzinfektion die Schuhe mit einem speziellen Schuhspray mit pilzabtötendem Wirkstoff aus der Apotheke desinfiziert werden..

Nagelpilz kommt selten allein

Häufig gehen Nagelpilz und Fußpilz Hand in Hand, denn die Erreger sind dieselben: Aus Fußpilz kann sich Nagelpilz entwickeln und umgekehrt. Bemerkbar macht sich ein Fußpilz durch Juckreiz, Rötungen und Schuppenbildung, vor allem in den Zehenzwischenräumen. Bei Diabetikern bleibt die Erkrankung zunächst oft unbemerkt, da durch die Nervenschädigung typische Symptome wie Juckreiz nicht wahrgenommen werden. Auch Fußpilz heilt selten von selbst und muss behandelt werden. Pilzabtötende Cremes und Lösungen aus der Apotheke haben sich im Kampf gegen Fußpilz als wirksam erwiesen.

Foto: Highlight Studio

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