Mit der Kälte kommen die Beschwerden - Vom: 22.11.2016

Husten, Schnupfen, Heiserkeit haben jetzt wieder Saison. In der Apotheke erfahren Sie, mit welchen Mitteln lästige Erkältungsbeschwerden erträglicher werden.

Mit der Kälte kommen die Beschwerden

Der Winter naht – und mit ihm die Zeit der Infekte. Aber nicht nur das Immunsystem stellen Nässe, Kälte und Heizungsluft auf die Probe. Zahlreiche Beschwerden und Krankheiten können sich jetzt verstärken. Wir sagen, was hilft.

Neurodermitis: Wenn das Klima unter die Haut geht

Charakteristisch für die chronische Hauterkrankung Neurodermitis sind heftig juckende Ekzeme und ein schubweiser Verlauf. Dass diese vermehrt im Winter auftreten, ist kein Zufall: Der Kontrast zwischen kalter Luft draußen und trockener Heizungsluft in geschlossenen Räumen ist eine echte Belastungsprobe für die kranke Haut.

Das hilft: Ergänzend zu Medikamenten, die der Arzt verordnet, sollten feuchtigkeitsspendende und bei Bedarf auch fetthaltige Cremes speziell für Neurodermitis-Patienten konsequent und regelmäßig aufgetragen werden. Sie schützen die Haut vor dem Austrocknen.

Winterdepression: Wenn es an Licht mangelt

Nicht die Kälte, sondern vor allem die Dunkelheit ist es, die manchen Menschen im Winter schwer zu schaffen macht. Eine niedergeschlagene Grundstimmung, Heißhunger, Müdigkeit und Antriebslosigkeit gehören zu den typischen Anzeichen einer Winterdepression.

Das hilft: Eine spezielle Lichttherapie und pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke wirken bei vielen Betroffenen stimmungsaufhellend. Auch sportliche Aktivitäten und Bewegung an der frischen Luft können helfen, den Winterblues zu vertreiben. Wichtig: Bei ausgeprägten oder länger andauernden Symptomen sollten Sie immer einen Arzt zu Rate ziehen!

Grippe: Wenn Influenza-Viren angreifen

Die echte Grippe (Influenza) ist eine typische Winterkrankheit, die durch Influenza-Viren hervorgerufen wird. Ist das Immunsystem geschwächt, haben die Erreger leichtes Spiel. Die Grippe ist ansteckend, langwierig und vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen sehr gefährlich.

Das hilft: Hateinen die Grippe erwischt, helfen Bettruhe, viel Schlaf, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die richtigen Medikamente, wieder auf die Beine zu kommen. Vorbeugen kann, wer sich gegen Grippe impfen lässt.

Herzerkrankungen: Wenn Kälte die Blutgefäße verengt

Herzpatienten müssen in der kalten Jahreszeit oft einen Gang zurückschalten. Die Kälte verengt nämlich die Blutgefäße – bei Menschen, die ohnehin unter Gefäßverengung leiden, kann sich dies in Kombination mit Überanstrengung negativ auswirken.

Das hilft: Herzkranke sollten im Winter zu viel körperliche Anstrengung vermeiden. Besprechen Sie mit ihrem Arzt, wie viel Bewegung bei eisigen Temperaturen sinnvoll und erlaubt ist.

Arthrose: Wenn die Gelenke schmerzen

Arthrose (Gelenkverschleiß) ist ein Volksleiden und verursacht oft heftige Schmerzen. Die klimatischen Bedingungen im Winter mit Kälte, Feuchtigkeit und niedrigem Luftdruck führen bei vielen Arthrose-Patienten zu einer Verstärkung der Symptome.

Das hilft: Regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, dass die Gelenke möglichst lange belastbar bleiben. Gut sind zum Beispiel Spaziergänge, Schwimmen und Aquafitness. Bei akuten Beschwerden können schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben oder Gele bzw. Schmerzmittel zum Einnehmen für Linderung sorgen.

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen