Keine Chance für Rückenschmerzen - Vom: 23.08.2018

Keine Chance für Rückenschmerzen

Ein Reißen im Kreuz, ein Ziehen im verspannten Nacken – Rückenbeschwerden kennt wohl jeder. Doch zum Glück können wir im Alltag viel tun, um vorzubeugen. Unsere Tipps verraten, worauf es ankommt.

Die gute Nachricht vorweg: Rückenschmerzen, so schlimm und belastend sie auch sein mögen, liegt meist keine ernsthafte Erkrankung zugrunde. Bei über 90 Prozent der Betroffenen findet der Arzt keinen erkennbaren Schaden am Bewegungsapparat. Dann lautet die Diagnose: unspezifische Rückenschmerzen. Mitverantwortlich für diese Beschwerden ist sehr oft unser Lebensstil: Wir sitzen zu viel, bewegen uns zu wenig und gehen bei alltäglichen Tätigkeiten häufig rücksichtslos mit unserem Körper um – tragen zu schwer, hantieren in gebückter Haltung, benutzen ungeeignete Arbeitsgeräte. Das alles nimmt der Rücken krumm und reagiert prompt mit Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder im Schulter-Nacken-Bereich.

Glücklicherweise ist es gar nicht so schwer, den Alltag ein wenig rückenfreundlicher zu gestalten und Kreuzschmerzen Paroli zu bieten. Ausprobieren lohnt sich!

Im Büro

Natürlich: Ein Schreibtischjob ist mit Sitzen verbunden. Das heißt aber nicht, dass wir dem rückenschädlichen Mix aus Bewegungsmangel und einseitiger Körperhaltung hilflos ausgeliefert sind. Mehr Schwung in den Arbeitsalltag bringen kann, wer seine Sitzposition häufig wechselt und zwischendurch immer mal wieder kleine Bewegungseinheiten einbaut. Moderne Bürostühle lassen sich individuell auf den Benutzer einstellen und ermöglichen dynamisches Sitzen. Überlegen Sie außerdem, welche Ihrer Tätigkeiten sich im Stehen oder Gehen erledigen lassen. Aufzüge und Rolltreppen sollten Sie meiden, stattdessen die Treppe nehmen und die Mittagspause wenn möglich für einen Spaziergang nutzen. Als gesunde Faustregel für den Büroalltag gilt: 50 Prozent sitzen, 25 Prozent stehen und 25 Prozent bewegen.

Im Haushalt

Bügeln, Wäsche aufhängen, staubsaugen, putzen: Damit anstrengende oder einseitige Arbeiten im Haushalt den Rücken nicht allzu sehr strapazieren, sollten die Arbeitsgeräte und -flächen zur Ihrer Körpergröße passen. Bügelbrett und Küchenarbeitsplatte enden idealerweise zehn bis 15 Zentimeter unter dem Ellbogen; das Saugrohr des Staubsaugers und der Schrubber sollten höhenverstellbar sein. Auch kleine Tricks können den Rücken entlasten: Wer den Wäschekorb z. B. auf einen Hocker stellt, muss sich beim Aufhängen der Wäsche nicht so tief bücken. Beim Anheben schwerer Gegenstände ist es ratsam, mit geradem Oberkörper in die Knie zu gehen; beim Tragen sollte die Last möglichst gleichmäßig auf beide Körperseiten verteilt werden. Gut für den Rücken ist es, wenn Sie Ihre Einkäufe in einem Trolley nach Hause bringen. Kleine Besorgungen können in einem Rucksack verstaut werden.

Im Garten

Ergonomische, leichte Geräte entlasten den Rücken beim Arbeiten im Grünen. Ein moderner Rasenmäher mit höhenverstellbarem Holm ermöglicht aufrechtes Arbeiten. Tipp: Achten Sie auch beim Kauf anderer Gartengeräte vom Rasentrimmer bis zum Spaten darauf, dass sie höhenverstellbar und ergonomisch geformt sind. Eine gute Orientierungshilfe bietet das Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“ der Aktion Gesunder Rücken (AGR).

In der Freizeit

Bewegung ist das A und O, um die Rückenmuskulatur zu stärken und Beschwerden zu verhindern. Halten Sie sich mit Spaziergängen und leichten Ausdauersportarten wie Nordic-Walking, Schwimmen oder Gymnastik fit. Top fürs Kreuz ist gezieltes Rückentraining unter fachlicher Anleitung. Aber auch Sportarten wie z. B. Tanzen, Yoga und Pilates stärken die Rumpfmuskulatur. Wer gerne joggt, sollte Wert auf hochwertige Laufschuhe legen. Sie müssen zum Körpergewicht, aber auch zum Laufstil und zum Untergrund passen. Eine Beratung im Fachgeschäft hilft, individuell richtige Laufschuhe zu finden.

Im Schlaf

Eine alte Matratze ist oft schuld daran, wenn der Rücken morgens weh tut. Dann ist es höchste Zeit, in ein neues, atmungsaktives und anpassungsfähiges Modell zu investieren. Probieren Sie Lattenrost und Matratze am besten zusammen aus, sie müssen eine komfortable Einheit bilden. Auch im Doppelbett sollte jeder Partner seinen eigenen verstellbaren Lattenrost und seine eigene Matratze haben, denn welche Kombination ideal ist, hängt unter anderem vom Körpergewicht ab. Fürs Kopfkissen gilt: Von Vorteil sind 40 x 80 Zentimeter große Modelle, die Kopf und Nacken Platz bieten. Tipp: Optimal für den Rücken ist es, in der Seitenlage mit angezogenen Knien zu schlummern. Ein kleines Kissen zwischen den Knien entlastet das Kreuz zusätzlich.

Erste Hilfe aus der Apotheke

Verhoben, falsch gelegen, zu lange gesessen: Bei akuten Rückenschmerzen haben sich rezeptfreien Helfer aus der Apotheke bewährt:

Quelle: www.ratgebergesund.de

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