Nagelpilz, nein danke! - Vom: 22.07.2018

Nagelpilz, nein danke!

Sommerzeit ist Sandalenzeit

Raus aus Schuhen und Strümpfen, rein in die Sandalen: Im Sommer sollen die Füße endlich wieder ans Licht. Jedenfalls, sofern sie vorzeigbar sind. Falls aber ein Nagelpilz den optischen Eindruck trübt, heißt es rasch handeln.

Freiheit für die Füße: Endlich wird es warm, und die Socken können im Kleiderschrank übersommern. Ein gutes Gefühl, wenn auch die Füße wieder an die Luft kommen und das Sonnenlicht genießen können. Unter Leute zu gehen und stolz die neuen Ankle Sandals, Flip-Flops oder Peeptoes zu präsentieren, macht allerdings nur dann Spaß, wenn der Blickfang am Boden auch wirklich gut aussieht. Doch wenn die Zehennägel über den Winter ihren Glanz verloren haben, gelblich-braun verfärbt oder sogar bröckelig geworden sind, mag man die Füße gar nicht herzeigen. Wie peinlich!

Nagelpilz kann jeden treffen

Wenn die Fußnägel nicht mehr schön anzusehen sind, stecken dahinter meistens Pilze. Und zwar sogenannte Fadenpilze: Die ernähren sich von der Hornsubstanz an Haut und Nägeln. Dabei befallen die Schmarotzer bevorzugt unsere Füße, denn Strümpfe und Schuhe bieten ihnen ein ideales Klima – die Pilze lieben es nämlich feucht und warm.

Für eine Nagelpilzinfektion muss sich niemand schämen. Denn die Erkrankung kann grundsätzlich jeden Menschen treffen, die Erreger kommen praktisch überall vor. Nagelpilz hat überhaupt nichts mit mangelnder Hygiene zu tun! Allerdings sind nicht alle Menschen gleich anfällig: Das Risiko einer Ansteckung nimmt mit dem Alter zu. In der Altersgruppe über 65 Jahre hat fast jeder Zweite immer wieder mit Nagelpilzinfektionen zu kämpfen, oft sind gleich mehrere Zehen befallen. Aber auch die Jüngeren sind keineswegs gefeit – insgesamt ist jeder sechste Erwachsene in Deutschland betroffen.

Wie werden die Nägel wieder schön?

Nagelpilz ist nicht nur ein ästhetisches Problem: Der Pilz ist ansteckend, kann unbehandelt den gesamten Nagel zerstören und sich weiter ausbreiten. Da Nagelpilz nicht von alleine heilt, sollte er möglichst frühzeitig behandelt werden. In der Apotheke sind wirkstoffhaltige Nagellacke mit den Wirkstoffen Amorolfin und Ciclopirox rezeptfrei erhältlich. Wasserlösliche Anti-Pilz-Lacke sind einfach und bequem anzuwenden: Es genügt, den Lack einmal täglich vor dem Zubettgehen in einer dünnen Schicht auf den Nagel aufzutragen. Der Wirkstoff zieht über Nacht tief in den Nagel ein und gelangt so dorthin, wo die Pilze nisten. Lackreste können am nächsten Morgen einfach mit Wasser abgewaschen werden. Das Dünnfeilen der Nagelplatte und die Nutzung eines Nagellackentferners sind nicht erforderlich.

Die Behandlung erfordert Geduld

Je eher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen. Ist das befallene Nagelareal noch nicht sehr groß, reicht eine äußerliche Behandlung mit wirkstoffhaltigem Nagellack in der Regel aus, um die Pilze wieder loszuwerden. Die Therapie muss solange konsequent durchgeführt werden, bis der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist. Um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern, sollten während und nach einer Pilzinfektion die Schuhe mit einem pilz- und sporenabtötenden Schuhspray desinfiziert werden. Ein solches Spray ist ebenfalls in der Apotheke erhältlich.

Viele Menschen mit Nagelpilz leiden gleichzeitig auch unter Fußpilz, denn die Erreger sind dieselben. Typische Symptome für einen Befall mit Fußpilz sind Juckreiz sowie eine gerötete oder sich teilweise ablösende Haut, vorwiegend in den Zehenzwischenräumen. Wird Fußpilz nicht behandelt, kann er sich auf die Nägel ausbreiten. Auch Cremes und Lösungen gegen Fußpilz können rezeptfrei in der Apotheke erworben werden.

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Was tun bei Nagelpilz?

Wenn Sie zum Beispiel wissen wollen,

- woran Sie einen Pilzbefall der Fußnägel erkennen,

- wie Sie eine Nagelpilzinfektion sicher und bequem selbst behandeln,

- weshalb der Nagelpilz nicht nur unschön aussieht, sondern auch ein gesundheitliches Problem ist oder

- worauf Sie bei der Nagelpflege achten sollten,

dann fragen Sie unsere Expertinnen.

Dienstag, 15. Mai 2018,

zwischen 14 und 16 Uhr

Telefon 0800 / 133 1997

Apothekerin Beate Werner und Dr. Jutta Wenk beantworten gerne alle Ihre Fragen.

Der Anruf ist für Sie kostenlos!

Quelle: www.ratgebergesund.de

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