Pflanzliche Arzneimittel sind friedfertig - Vom: 27.10.2017

Pflanzliche Arzneimittel sind friedfertig

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten können deren Therapieeffekte stark einschränken. Wer auf Phytopharmaka setzt, scheint davor sicher.

von Saskia Fechte

Pflanzlichen Medikamenten wird nachgesagt, sie wirken besonders sanft und ohne Risiko. In einem Punkt scheint das zu stimmen: Beim Zusammentreffen mit weiteren Arzneimitteln bringen Phytopharmaka weniger durcheinander als synthetische Präparate.

Voraussetzung: Richtige Dosierung

Für pflanzliche Arzneimittel seien bislang keine klinisch relevanten Interaktionen mit anderen Arzneistoffen bekannt, so das Institut für Lebensmittelchemie und Arzneimittelprüfung, Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz. Anders als bei der gleichzeitigen Einnahme mehrerer synthetischer Präparate.

Ausnahme: Johanniskraut

Allein Extrakte aus Johanniskraut können bedenkliche Wechselwirkungen hervorrufen. Das darin enthaltene Hyperforin beeinflusst einige Enzyme und Proteine, die den Abbau anderer Wirkstoffe beschleunigen und so die Wirkung zusätzlicher Medikamente herabsetzen.

Diese Arzneistoffe werden durch Johanniskrautextrakt beeinflusst:

Nur geprüfte Pflanzenmedizin

Damit Phytopharmaka andere Wirkmechanismen nicht gefährden, dürfen ausschließlich geprüfte Arzneimittel aus der Apotheke eingenommen werden. Dann lösen auch Präparate aus Baldrian, Echinacea und Weißdorn maximal geringe Wechselwirkungen aus, die eine Therapie nicht gefährden. Wie bei allen Medikamenten ist es auch für pflanzliche Mittel wichtig, nur die empfohlene, reguläre Dosierung anzuwenden.

Ihre Apotheke berät Sie fachkundig zu pflanzlichen Arzneimitteln und Wechselwirkungen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen