Karneval ohne Kater - Vom: 21.02.2017

Karneval ohne Kater

Wo Karneval oder Fasching gefeiert wird, sind auch die Folgen feuchtfröhlicher Tage bald zu spüren. Wie Sie verhindern, dass dem tollen Treiben ein heftiger Kater folgt, verraten unsere Tipps.

Die fünfte Jahreszeit bringt für echte Karnevalsfans oft mehr als nur eine feucht-fröhliche Party oder Sitzung mit sich. Mitunter folgen am nächsten Tag dann prompt stechende Kopfschmerzen, großer Durst, Übelkeit und Schlappheit – Kater eben. Verhüten ließe sich der am besten durch Verzicht auf Alkohol oder zumindest durch sehr maßvolles Trinken. Und genau das sollte man seiner Gesundheit zuliebe auch tun.

Doch manchmal bleibt es aller guten Vorsätze zum Trotz leider nicht bei nur einem Gläschen Bier oder Wein. Ein paar Tricks können allerdings helfen, dem berüchtigten Kater am nächsten Morgen ein Schnippchen zu schlagen.

Vorher gut essen

„Eine ganz wichtige Grundregel ist: Trinken Sie nie auf leeren Magen“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst, Bonn. Eine gute Grundlage für die Party ist eine leichte Mahlzeit aus ballaststoffreichem Gemüse und Rohkost mit Kartoffeln, Getreide, Reis oder Nudeln. „Sie sorgt dafür, dass der Alkohol nicht so schnell ins Blut und damit in den gesamten Körper gelangen kann“, erklärt Seitz. „Außerdem kann ein Teil des Alkohols so bereits im Magen durch Enzyme abgebaut werden.“ Fettreiche Krapfen belasten den Magen dagegen zusätzlich.

Zwischendurch Wasser trinken

Alkohol wirkt harntreibend. Mit dem Wasser entzieht er dem Körper jedoch auch lebenswichtige Mineralien. So bringt er das Flüssigkeits- und Mineraliengleichgewicht aus dem Lot und stört den Stoffwechsel insgesamt. „Das lässt sich verhindern, wenn man zwischendurch immer mal wieder ein Glas Mineralwasser oder auch Apfelschorle trinkt“, rät der Ernährungsexperte. Damit wird gleichzeitig der Alkoholkonsum begrenzt.

Je mehr Alkohol in kurzer Zeit getrunken wird, umso weniger kommt der Körper mit dem Abbau hinterher. In der Leber entsteht ein Rückstau an Acetaldehyd. Dieses Abbau-Zwischenprodukt ist giftig und hauptsächlich für den Kater verantwortlich. Also lieber nicht alle Runden mittrinken, und beim Zug über die Partymeile zwischendurch zu Nüssen, Salzstangen oder einem belegten Brötchen und Wasser greifen.

Billigen Fusel meiden

Auch die Art des Alkohols spielt eine Rolle. Kohlensäure (z. B. in Sekt) oder Zucker (z. B. in Cocktails) können die Beschwerden verstärken. Und: Je mehr sogenannte Fuselalkohole (Nebenprodukte beim Gärungsprozess) ein Getränk enthält, umso heftiger brummt der Schädel hinterher. Diese Stoffe stecken vor allem in dunklem Alkohol und minderwertigen Produkten. Besser ist es, beim Feiern bei einer Alkoholsorte zu bleiben. Unterschiedliche Getränke überfordern den Körper.

Vorsicht, Brummschädel

Dem Katzenjammer am nächsten Morgen begegnet man am besten mit einem ordentlichen, mineralstoffhaltigen Frühstück – zum Beispiel mit sauren Gurken, Matjes, Gemüsebrühe oder Früchtemüsli und ausreichend nicht-alkoholischer(!) Flüssigkeit. Anschließend hilft dann viel Bewegung an der frischen Luft. Die mildert die Kopfschmerzen und bringt den Kreislauf in Schwung. Ebenfalls gut gegen den Brummschädel hilft Pfefferminzöl auf Schläfen und Stirn. Klar, dass geeignete Schmerzmittel für den Notfall in jeder Hausapotheke griffbereit sein sollten. Und noch ein Tipp: Das Auto am nächsten Morgen lieber stehen lassen. Rest-Alkohol baut sich nämlich sehr langsam ab.

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