Nagelpilz? So werden Fußnägel wieder schön - Vom: 06.05.2017

Nagelpilz? So werden Fußnägel wieder schön

Der Sommer bringt die Füße ans Licht: Endlich können sie wieder in die Sonne. Der optische Eindruck wird aber schnell getrübt, wenn sich in den Nägeln ein Pilz eingenistet hat. Jetzt gilt es, rasch zu handeln.

Zeigt her eure Füße: Im Sommer heißt es raus aus Schuhen und Strümpfen und rein in die Sandalen, Sandaletten oder Flip Flops. Manche Menschen gucken erst jetzt ihre Füße wieder genauer an – und erleben eine unangenehme Überraschung: Wie sehen denn die Nägel aus? Einige haben komplett ihren Glanz verloren, sind trübe, spröde und bröckelig geworden. An manchen Stellen zeigt sich auch eine gelblich-braune Verfärbung. Wie peinlich – diese Zehen traut man sich ja gar nicht mehr zu zeigen!

Das Ansteckungsrisiko nimmt im Alter zu

Falls die Fußnägel sich derart unschön verändert haben, ist wahrscheinlich eine Pilzerkrankung schuld. Verursacher sind meist sogenannte Fadenpilze, die sich von der menschlichen Hornsubstanz ernähren. Sie befallen bevorzugt unsere Füße – denn die lichtscheuen Schmarotzer lieben das feuchtwarme Klima in Socken und Schuhen. Für eine Nagelpilzinfektion muss sich niemand schämen. Denn die Erkrankung kann grundsätzlich jeden Menschen treffen, die Erreger kommen praktisch überall vor. Auch gepflegte Füße sind nicht immun – Nagelpilz hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun! Allerdings sind nicht alle Menschen gleich anfällig: So nimmt das Ansteckungsrisiko mit dem Alter zu; bei den über 65-Jährigen hat fast jeder Zweite mit einer Nagelpilzinfektion zu kämpfen. Das liegt daran, dass die Schutzfunktionen gegen Pilze mit den Jahren allmählich nachlassen.

Diabetiker und Sportler sind häufig betroffen

Diabetiker sind ebenfalls verstärkt gefährdet – im Vergleich zu gesunden Menschen haben sie ein dreifach erhöhtes Risiko, an Fuß- und Nagelpilz zu erkranken. Ein Grund dafür: Zuckerpatienten bemerken aufgrund von herabgesetztem Schmerzempfinden kleine Verletzungen an den Füßen häufig nicht. Krankheitserreger können so leicht in Haut und Nägel eindringen. Auch unter jüngeren Menschen gibt es eine ausgeprägte Risikogruppe: Profi- und Freizeitsportler. In Sportschuhen finden Fadenpilze ideale Lebensbedingungen; hier wird vermehrt geschwitzt, und es bildet sich schnell ein Wärmestau. Hinzu kommt ein hohes Ansteckungsrisiko, denn besonders leicht infizieren sich Menschen dort mit Pilzen, wo viele barfuß laufen – also in Dusch- und Umkleideräumen, Schwimmbädern und Saunen. Aber auch über Leihschuhe, Sportgeräte und Sportmatten ist eine Ansteckung möglich. Zur Vorbeugung von Pilzerkrankungen empfiehlt es sich, in öffentlichen Räumen nicht barfuß zu laufen, sondern immer Schlappen zu tragen. Socken und Handtücher sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen und Schuhe regelmäßig mit einem pilz- und sporenabtötenden Spray aus der Apotheke desinfiziert werden.

Einfache Selbstbehandlung ist möglich

Nagelpilz muss behandelt werden, denn er heilt niemals von selbst. Haben sich die Erreger erst einmal im Nagel eingenistet, kann das Immunsystem sie praktisch nicht mehr eliminieren. Zur Selbstbehandlung stehen wirkstoffhaltige Nagellacke mit verschiedenen Wirksubstanzen und unterschiedlicher Lackgrundlage zur Verfügung. Ein bewährter Wirkstoff ist zum Beispiel Ciclopirox: Er wirkt gegen alle Nagelpilzerreger und hat zudem eine entzündungshemmende, antibakterielle und, was wichtig ist, sporenabtötende Wirkung.

Grundsätzlich lassen sich wasserlösliche und wasserfeste Produkte unterscheiden. Wasserlösliche Anti-Pilz-Lacke sind einfach und bequem anzuwenden: Es genügt, den Lack einmal täglich vor dem Zubettgehen in einer dünnen Schicht auf den Nagel aufzutragen – der Wirkstoff zieht dann über Nacht ein. Das Dünnfeilen der Nagelplatte und Nagellackentferner sind nicht erforderlich. Eine Nagelpilztherapie sollte immer so lange fortgesetzt werden, bis der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist.

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