Die Füße im Sommer richtig schützen - Vom: 05.07.2017

Diabetiker-Füße sind nicht nur auf gutes Schuhwerk angewiesen, sondern auch auf Systempflege. Hochwertige Pflegeprodukte und eine kompetente Beratung gibt es in der Apotheke.

Die Füße im Sommer richtig schützen

An heißen Tagen stecken wir unsere Füße gerne in offene Schuhe oder laufen barfuß. Doch für Menschen mit Diabetes kann das fatale Folgen haben. Wir sagen, warum.

Sehr viele Diabetes-Patienten bekommen im Laufe des Lebens massive Probleme mit den Füßen, Experten sprechen vom Diabetischen Fuß-Syndrom. Ursachen sind Nervenschädigungen und/oder Durchblutungsstörungen, die häufig infolge eines langjährigen Diabetes auftreten und dazu führen, dass Verletzungen am Fuß unbemerkt bleiben und zudem schlechter heilen. So können sich Geschwüre entwickeln, schlimmstenfalls folgt eine Amputation.

Kleine Wunde, schlimme Folgen

Folgenschwere Fußverletzungen entstehen häufig durch das Tragen ungeeigneter Schuhe. Jetzt im Sommer sind es insbesondere Sandalen, die dem Diabetiker-Fuß Schaden zufügen können. Aber auch Barfußlaufen birgt Gefahren. Der Grund: Bereits kleine Steinchen, die beim Laufen in die Sandale geraten oder auf die man mit nackten Füßen tritt, können Wunden unter den Füßen verursachen. Enge Sandalenriemen können zudem unbemerkt die Haut reizen, zu Blasenbildung und offenen Stellen führen.Da Diabetes-Patienten mit Nervenschädigung sowohl Schmerzen als auch Temperatur und Vibration kaum noch wahrnehmen, können Fußverletzungen unbemerkt zu Geschwüren fortschreiten. All das macht deutlich, warum Betroffene trotz Hitze unbedingt auf Sandalen und aufs Barfußlaufen verzichten sollten.

Der ideale Sommerschuh

Stattdessen empfehlen Experten: Gut geeignet für Menschen mit Typ-1 und Typ-2-Diabetes, die aufgrund einer Nervenschädigung ein erhöhtes Risiko für das Diabetische Fuß-Syndrom haben, ist atmungsaktives, geschlossenes Schuhwerk mit einer weichen Fußbettung. Der Schuh sollte innen keine Nähte haben, um druckgefährdete Stellen zu schonen. Wer bereits unter dem Diabetischen Fuß-Syndrom leidet, muss Schutz- oder Maßschuhe tragen – im fortgeschrittenen Stadium Verbands- oder Entlastungsschuhe. Gut zu wissen: Durch gutes Schuhwerk, regelmäßige Fußkontrollen und eine fachgerechte konsequente Fußpflege lassen sich Folgeschäden an den Füßen sehr oft verhindern.

Tipps für die Fußpflege

Diabetiker sollten ihre Füße …

· jeden Tag genau ansehen, und zwar abends bei guter Beleuchtung.

· kurz und lauwarm baden: drei bis fünf Minuten bei 35, maximal 37 bis 38 Grad Celsius. Ins Wasser kann ein hochwertiger Zusatz aus der Apotheke kommen.

· sehr sorgfältig (gerade auch die Zehenzwischenräume!) mit einem weichen Handtuch abtrocknen.

· täglich mit einer geeigneten Fußcreme verwöhnen. Empfehlenswert für trockene Fußhaut sind fetthaltige Cremes mit feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffen wie Urea.

· sehr vorsichtig behandeln und bei der Nagelpflege und Hornhautentfernung keine scharfen Instrumente benutzen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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