Was bei Gicht wirklich hilft - Vom: 24.05.2017

Ziel der Gichtbehandlung ist es, den Harnsäurespiegel dauerhaft in einen gesunden Bereich zu senken. Eine purinarme Ernährung hilft dabei.

Was bei Gicht wirklich hilft

Wenn das Gelenk plötzlich wie Feuer brennt und schon die sanfteste Berührung Schmerz auslöst, kann Gicht dahinterstecken. Ein gesunder Lebensstil trägt dazu bei, weitere Schübe zu verhindern.

Die Beschwerden kommen aus heiterem Himmel: Typischerweise treten sie nachts auf, das betroffene Gelenk ist heiß, rot, geschwollen und schmerzt höllisch. Oft beginnt Gicht im Grundgelenk des großen Zehs, aber auch Sprung-, Knie- und Daumengrundgelenke sind typische Stellen.

Ursache: erhöhter Harnsäurespiegel

Bei Gicht handelt es sich um eine schubweise auftretende Stoffwechselerkrankung als Folge eines erhöhten Harnsäurespiegels im Blut. Männer erkranken häufig zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr daran. Frauen, die insgesamt seltener unter Gicht leiden, sind in der Regel erst nach den Wechseljahren betroffen.

Die meisten Gichtpatienten haben eine entsprechende Veranlagung. Verschiedene Auslöser, wie z. B. eine purinreiche Ernährung, begünstigen dann den Ausbruch der Stoffwechselerkrankung. Hat der Arzt Gicht diagnostiziert, basiert die Behandlung auf mehreren Säulen: Bei einem akuten Gichtanfall wird der Mediziner schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente verordnen. Die Kühlung des entzündeten Gelenks kann lindernd wirken. Die langfristige Behandlung zielt darauf ab, den Harnsäurespiegel auf normale Werte zu senken.

Therapie: purinarme Kost

Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine Ernährungsumstellung meist unverzichtbar. Gichtpatienten müssen nicht nur ausgewogen, sondern auch purinarm essen. Der Grund: Beim Abbau der in Lebensmitteln enthaltenen Purine bildet der Körper Harnsäure. Grundsätzlich Zurückhaltung ist geboten bei Fleisch, vor allem bei Innereien, die von Natur aus extrem purinhaltig sind. Zudem gilt: Alkohol meiden, denn alkoholische Getränke können Purine enthalten. Zudem hat Alkohol einen negativen Einfluss auf den Harnsäureabbau.

Purinarm und für Gichtpatienten gut bekömmlich sind hingegen viele Milchprodukte (z. B. Quark, Joghurt, Käse), zahlreiche Gemüsesorten (z. B. Gurke, Paprika, Blumenkohl), Obst, Kartoffeln und Reis.

Oft ist es bei Gicht zudem erforderlich, dauerhaft Medikamente einzunehmen. Etwa dann, wenn sich Gichtanfälle häufen. Die verschreibungspflichtigen Arzneimittel helfen dabei, den erhöhten Harnsäurewert kontinuierlich in einen grünen Bereich zu senken.

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