Migräne kommt selten allein - Vom: 23.05.2016

Ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus – auch am Wochenende – ist für Migränepatienten wichtig. Unregelmäßige Schlafenszeiten können uns aus dem Takt bringen und eine Schmerzattacke auslösen.

Migräne kommt selten allein

Starke, pochende und pulsierende Kopfschmerzen sind typisch für Migräne. Oft kommen weitere unangenehme Begleiterscheinungen hinzu. Wer sie kennt, kann gezielt gegensteuern.

Jeder hat gelegentlich einen Brummschädel – sei es durch Wetterwechsel, Stress oder Schlafmangel. Doch was, wenn der Kopfschmerz häufig anfallartig wiederkehrt und den Alltag stark beeinträchtigt? Dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Migräne handeln könnte. Ein Arztbesuch sorgt für Klarheit und ermöglicht eine punktgenaue Therapie.

Schmerz lass‘ nach

Migräne ist ein qualvolles Leiden, das die Lebensqualität merklich mindern kann. Sind die oft halbseitig auftretenden und stundenlang anhaltenden Schmerzen erst da, ist ans Arbeiten und an Alltagsaktivitäten nicht mehr zu denken. Denn jede Bewegung verschlimmert den Schmerz noch mehr. Die Einnahme geeigneter Schmerzmittel ist meist unerlässlich.

Bei leichterer Migräne helfen oft klassische Schmerztabletten wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol bzw. Mittel, die mehrere Substanzen kombinieren. Außerdem gibt es migränespezifische Medikamente, sogenannte Triptane. Sie kommen bei schweren Schmerzattacken und nur dann zum Einsatz, wenn der Arzt zuvor die Diagnose Migräne gestellt hat. Gut zu wissen: Generell sind die Schmerzpräparate dann am wirksamsten, wenn sie frühzeitig zu Beginn der Attacke und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden.

Lästige Begleiter

Der starke Kopfschmerz ist meist nicht das einzige Symptom der Migräne. Bei vielen Betroffenen treten typische Begleitsymptome auf, etwa das Phänomen der Aura. Darunter versteht man neurologische Reiz- oder Ausfallerscheinungen – etwa Sehstörungen. Aber auch Sprachvermögen oder Orientierungssinn können betroffen sein.

Licht- und Geräuschempfindlichkeit, ständiges Frieren, Übelkeit und Erbrechen gehören ebenfalls zu den quälenden Migräne-Begleitern. Dagegen helfen der Rückzug an einen dunklen, geräuscharmen Ort und bei Bedarf Arzneimittel gegen Übelkeit. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und enthalten Wirkstoffe wie Dimenhydrinat. Dieser wirkt direkt auf das Brechzentrum im Gehirn. Ihr Apotheker berät Sie gern.

Migräne: Wie kommt’s?

Migräneattacken lassen sich auf eine erblich bedingte Übererregbarkeit des Nervengewebes im Hirnstamm zurückführen. Dabei setzen die Nervenzellen vermehrt Botenstoffe frei, die Entzündungen und eine Weitung der Blutgefäße im Gehirn und somit den heftigen Schmerz verursachen. Bestimmte äußere Umstände, so genannte Triggerfaktoren, lösen die Attacke aus. Solche Trigger können etwa Hormonschwankungen, Stress, Wetterwechsel oder bestimmte Nahrungsmittel sein. Ein Migränetagebuch hilft, den individuellen Triggern auf die Spur zu kommen. Wer seine persönlichen Schmerzauslöser kennt, kann versuchen, sie weitestgehend zu meiden.

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