Wenn die Schilddrüse auf Sparflamme läuft - Vom: 24.04.2017

Jodmangel ist bei uns nur noch selten Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion. Trotzdem sollten Sie auf eine gute Jodversorgung achten, z.B. über Jodiertes Speisesalz und Seefisch.

Wenn die Schilddrüse auf Sparflamme läuft

Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme, Verstopfung, trockene Haut: All das können Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Ein Arztbesuch sorgt für Klarheit.

Die Schilddrüse lenkt viele wichtige Körperfunktionen:Sie beeinflusst den Stoffwechsel genauso wie das Herz-Kreislauf-System und das Wachstum. Auch zum psychischen Wohlbefinden trägt sie bei. Produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor. Mediziner sprechen von Hypothyreose. Dafür kommen unterschiedliche Ursachen infrage. Häufig ist eine Hashimoto-Thyreoiditis für die Unterfunktion verantwortlich. Bei dieser Autoimmunerkrankung nimmt der Körper die Schilddrüse irrtümlicherweise als fremdes Gewebe wahr und beginnt Antikörper zu produzieren. „Dadurch entsteht eine chronische Entzündung, durch die das Schilddrüsengewebe langsam zerstört wird“, erläutert Dr. Julian Bleek, Arzt im AOK-Bundesverband. Selten kann eine Schilddrüsenfunktion aber z. B. auch auf einen Jodmangel zurückgehen oder sie kann angeboren sein.

Problematisch ist, dass die Krankheit häufig sehr spät entdeckt wird. Das liegt daran, dass sie sich schleichend entwickelt, oft nur geringe und zudem eher unspezifische Beschwerden verursacht. Bei folgenden Symptomen – vor allem in Kombination und bei längerer Dauer – sollte man auf jeden Fall hellhörig werden und mit dem Arzt darüber sprechen:

Gut behandelbar

Durch einen Bluttest und eine Ultraschall-Untersuchung kann der Arzt eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostizieren. Steht die Diagnose „Hypothyreose“ fest, wird das Hormondefizit durch Medikamente ausgeglichen. „Das ist zwar oft ein Leben lang nötig, doch dafür kann man trotz seiner Schilddrüsenerkrankung ein völlig normales Leben führen“, sagt Bleek. Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung nicht zu erwarten.

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