Früherkennung: Für ein Leben ohne Krebs - Vom: 10.03.2017

Früh erkannt ist Krebs oft gut heilbar. Deshalb sollte niemand auf die vorgesehenen Früherkennungsuntersuchungen verzichten.

Früherkennung: Für ein Leben ohne Krebs

Untersuchungen, die der Früherkennung von Krebs dienen, können Leben retten. Die wichtigen Check-ups dauern nicht lange und sind für Patienten kostenlos. Gute Gründe, regelmäßig hinzugehen!

Krebs ist eine heimtückische Krankheit. Denn am Anfang verursachen bösartige Tumoren sehr oft keine Schmerzen und zeigen auch sonst kaum Symptome. Der Patient fühlt sich deshalb gesund, während sich der Krebs im Körper bereits ausbreiten und großes Unheil anrichten kann. Genau das macht ihn so bedrohlich: In einem Stadium, in dem Krebs noch gut heilbar wäre, bleibt er oft unerkannt.

Um der Krankheit so früh wie eben möglich auf die Schliche zu kommen, bieten gesetzliche und private Krankenkassen ihren Versicherten bei uns ein umfangreiches Programm zur Krebsfrüherkennung an. Wer diese wichtigen Untersuchungen regelmäßig wahrnimmt, kann sein Krebsrisiko deutlich senken. Und deshalb gilt: Die empfohlenen Untersuchungen nicht vor sich herschieben, sondern konsequent wahrnehmen!

Für Frauen:

Ab 20 Jahren sollten Frauen einmal im Jahr zur Früherkennungsuntersuchung zum Frauenarzt gehen. Um Gebärmutterhalskrebs auf die Spur zu kommen, führt er eine Genitaluntersuchung durch. Ab 30 Jahren wird zusätzlich einmal im Jahr eine Tastuntersuchung der Brust empfohlen. Ab 50 Jahren sollten Frauen zudem alle zwei Jahre eine Mammographie vornehmen lassen, also eine Röntgenuntersuchung, durch die Veränderungen des Brustgewebes erkannt werden können.

Für Männer:

Ab 45 Jahren wird Männern empfohlen, einmal im Jahr eine Untersuchung der Geschlechtsorgane zur Früherkennung von Prostatakrebs wahrzunehmen.

Für alle:

Ab einem Alter von 35 Jahren kommt für Frauen und Männer die Zeit, ihre Haut regelmäßig ärztlich begutachten zu lassen. Insbesondere der gefährliche schwarze Hautkrebs neigt dazu, recht früh Metastasen in anderen Organen zu bilden. Daher ist es wichtig, das aus Vorgespräch, Ganzkörperinspektion und Nachbesprechung bestehende Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre durchführen zu lassen.

Ab 50 Jahren kommen Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs hinzu. Dabei wird zunächst jährlich nach verborgenem Blut im Stuhl gefahndet. Ab 55 Jahren wird eine Darmspiegelung angeboten, die bei unauffälligem Befund nach zehn Jahren wiederholt werden sollte. Wer keine Darmspiegelung möchte, kann alternativ den Stuhl alle zwei Jahre auf verborgenes Blut untersuchen lassen.

Check-ups in Ihrer Apotheke

Die Krebsfrüherkennung gehört selbstverständlich in die Hände erfahrener Ärzte, aber auch Ihre Apotheke kann dazu beitragen, Krankheiten möglichst früh zu erkennen, etwa mithilfe einer Blutdruckmessung oder der Bestimmung der Blutfett- und Blutzuckerwerte. Zudem gibt es in der Apotheke hilfreiche Selbsttests für den Gebrauch daheim. Auch diese Check-ups können erste Hinweise auf bisher unentdeckte Erkrankungen liefern. Lassen Sie sich bitte in Ihrer Apotheke beraten!

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