Äpfel und Tomaten sind gut für die Lunge - Vom: 17.01.2018

Äpfel und Tomaten sind gut für die Lunge

Eine Ernährung, die reich an Äpfeln und Tomaten ist, scheint dabei helfen zu können, Lungenschäden von Ex-Rauchern zu reparieren. Darüber hinaus tut der regelmäßige Verzehr von Tomaten der Lungenfunktion generell gut. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London in Großbritannien hervor.



Der natürliche Rückgang der Lungenfunktion innerhalb von zehn Jahren verlief bei ehemaligen Rauchern langsamer, wenn ihre Ernährung frische Tomaten und Früchte, insbesondere Äpfel, enthielt. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal. Bei Ex-Rauchern, die im Schnitt täglich mehr als zwei Tomaten oder mehr als drei Portionen frisches Obst gegessen hatten, nahm die Lungenfunktion in diesem Zeitraum deutlich langsamer ab als bei Vergleichspersonen. Diese waren ebenfalls Ex-Raucher, hatten jedoch weniger als eine Tomate oder weniger als eine Portion Obst pro Tag gegessen. Für die Studie hatten die Forscher Ernährung und Lungenfunktion von über 650 Erwachsenen aus Deutschland, Norwegen und Großbritannien unter die Lupe genommen. Neben frischen Nahrungsmitteln hatten sie auch die Wirkung anderer Nahrungsquellen untersucht, zum Beispiel bestimmter Gerichte oder verarbeiteter Lebensmittel, die Früchte oder Gemüse enthielten, wie etwa Tomatensoße. Der schützende Effekt sei jedoch nur bei frischem Obst und Gemüse erkennbar gewesen, so die Forscher.



Die Studie deutet darauf hin, dass bestimmte Inhaltsstoffe dieser Nahrungsmittel helfen könnten, Lungenschäden, die durch das Rauchen verursacht wurden, zu reparieren. Darüber hinaus verlangsamt eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, den natürlichen Rückgang der Lungenfunktion bei Erwachsenen allgemein. "Die Ergebnisse unterstützen die Notwendigkeit von Ernährungsempfehlungen, speziell für Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen wie eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung haben", sagt Studienautorin Vanessa Garcia-Larsen von der Johns Hopkins University in den USA.

Quelle: aponet.de

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