Gute Düfte, schlechte Düfte - Vom: 27.06.2018

Gute Düfte, schlechte Düfte

Die Aromatherapie hat Licht- und Schattenseiten: Menschen mit Bluthochdruck finden mit ätherischen Ölen eine angenehme begleitende Behandlung. Dennoch sollten sie im Umgang mit Düften vorsichtig sein. Welche Öle sind zu meiden?

von Stefanie Deckers

Vorsicht, blutdrucksteigernd!

Wirkt belebend auf den Geist und entzündungshemmend auf den Körper. In durchblutungsfördernden Massageölen ist Rosmarin ein beliebter Zusatz. Bei Kreislaufschwäche kann Rosmarinöl hilfreich sein, darf aber nicht bei Bluthochdruck, Epilepsie und in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Kampfer

Anregend bei mentaler Erschöpfung und Müdigkeit. Weißer Kampfer hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Der frische Duft hilft bei Schwindel und kann die Pulsfrequenz erhöhen. Deshalb bei Bluthochdruck kontraindiziert. Nicht bei Epilepsie, in der Schwangerschaft und während einer homöopathischen Behandlung einsetzen.

Kiefernnadel

Beliebter Duft in der Sauna, weil er die Atemwege befreit und die Durchblutung fördert. Bei niedrigem Blutdruck und Schwächezuständen wirkt er anregend. Vorsicht aber bei Hypertonie!

Wacholder

Entschlackendes Öl mit stoffwechselanregendem Effekt. Beruhigt überreizte Nerven und lindert Stresssymptome. Wirkt schweißtreibend und erhöht den Blutdruck. Nicht in der Schwangerschaft und bei Nierenschäden anwenden.

Melisse

Eine der ältesten Heilpflanzen Europas hilft bei Kummer und in belastenden Situationen. Gut bei stressbedingtem Bluthochdruck.

Majoran

Bei Nervosität und Spannungskopfschmerzen. Entspannt, beruhigt und senkt den Blutdruck. Vorsicht in der Schwangerschaft!

Muskatellersalbei

Krampflösendes Frauenöl bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden. Bei Erschöpfung und stressbedingtem Bluthochdruck. Nicht in der Schwangerschaft und bei starken Regelblutungen anwenden.

Ylang-Ylang

Süßer, schwerer Duft zum Entspannen und Genießen. Niedrig dosieren, kann sonst Kopfschmerzen bereiten. Nicht für Menschen mit niedrigem Blutdruck, kann sonst zu Kreislaufstörungen führen.

Düfte wirken. Manche auf der körperlich wahrnehmbaren Ebene, andere sind nur im EEG nachweisbar und „bloß“ emotional spürbar. Aromatherapie ist der bewusste Einsatz von ätherischen Ölen zur Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele. Und die Veränderungen sind messbar. Aromastoffe, die über die Nase oder die Haut aufgenommen werden, können die Pulsfrequenz verändern, den Blutdruck beeinflussen oder den Schlaf verbessern.

Viele positive Effekte sind wissenschaftlich belegt. Pfefferminzöl kann Kopfschmerzen lindern. Lavendelöl beruhigt die Nerven. Und wer an einem Fläschchen reinem Zitrusöl schnuppert, kann gezielt die Konzentration steigern. Nicht alle ätherischen Öle sind für jeden gleich gut geeignet. Wer an erhöhtem Blutdruck leidet, sollte nicht sorglos mit Düften umgehen. Generell gilt: auf Apothekenqualität achten und niedrig dosieren.

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine Gefahr für die Gesundheit und muss ärztlich überwacht und behandelt werden. Die Aromatherapie eignet sich als begleitende Maßnahme.

Ätherische Öle aus der Apotheke: Lassen Sie sich zu den Wirkungen und Gegenanzeigen beraten!

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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