Geregelte Verdauung - Vom: 20.10.2017

Ein Schläfchen nach dem Mittagessen? Klingt verlockend! Für die Verdauung ist es aber besser, nach dem Essen eine halbe Stunde spazieren zu gehen.

Geregelte Verdauung: Das sollten Sie wissen!

Im Laufe des Lebens verarbeitet unser Darm rund 30 Tonnen Nahrung – ein echter Kraftakt. Doch nicht immer arbeitet er so zuverlässig, wie wir es uns wünschen. Was die Verdauung fördert, was sie hemmt und was man generell darüber wissen sollte? Wir haben die Fakten!

Man muss nicht täglich müssen.

Verdauung ist eine sehr individuelle Sache – und falsch ist die Annahme, der tägliche Stuhlgang sei Pflicht. Faustregel: Zwischen dreimal täglich und dreimal pro Woche ist alles normal.

Der Darm lässt sich erziehen.

Regelmäßigkeit trainiert den Darm für die Entleerung. Hilfreich ist es z. B. feste Mahlzeiten zu möglichst gleichen Zeiten einnehmen. Ebenfalls gut: Sich täglich zur gleichen Zeit aufs stille Örtchen zurückziehen.

Verdauung ist Gewohnheitssache.

Eine ungewohnte Umgebung, fremde Speisen, Abweichungen von der täglichen Routine – jede Veränderung kann den Darm aus seinem Trott bringen. Eine kurzzeitige Verstopfung kann die Folge sein. Doch keine Sorge: Meist pendelt sich der gewohnte Rhythmus rasch wieder ein.

Der Darm mag Ballaststoffe.

Streikt der Darm, fehlen ihm mitunter Ballaststoffe. Reich an diesen Faserstoffen sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, aber auch Weizenkleie, Lein- und Flohsamen (Apotheke). Wichtig: Viel trinken, damit die Ballaststoffe im Darm richtig quellen können.

Bewegung bringt die Verdauung auf Trab.

Regelmäßige Bewegung kurbelt auch die Darmtätigkeit an. Top: Mehrmals pro Woche joggen oder walken. Auch Kraftsportarten haben nützliche Effekte.

Stress schlägt auf den Bauch.

Bei Stress schüttet der Körper vermehrt die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus. Diese wirken wie eine Bremse auf die Darmtätigkeit. Um gegenzusteuern, helfen oft schon kleine Entspannungspausen: Handy stumm schalten, Augen schließen und sich für ein paar Minuten auf den eigenen Atem konzentrieren.

Bei Beschwerden zum Arzt.

Chronische Verstopfung, Blut im Stuhl, eine Darmentleerung, die wiederholt mit Schmerzen verbunden ist, Verstopfung oder Durchfall, die mit Fieber einhergehen – das alles sind Gründe, unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

Verdauungshelfer aus der Apotheke

Bei Verstopfung können Abführmittel, sogenannte Laxanzien, Abhilfe schaffen. Gut verträgliche Mittel beseitigen den Stau im Darm zuverlässig und führen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht zu einer Gewöhnung. In der Apotheke gibt es rezeptfreie Laxanzien mit unterschiedlichen Wirkstoffen wie z. B. Macrogol, Bisacodyl, Natriumpicosulfat sowie Präparate auf pflanzlicher Basis. Lassen Sie sich bitte individuell beraten!

Quelle: https://www.ratgebergesund.de/

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