Sommer ohne Schattenseiten - Vom: 13.06.2017

Sommer ohne Schattenseiten

Endlich Sommer! Da genießen wir das Leben im Garten, im Freibad, in der Natur. Und wollen bei herrlichem Wetter natürlich gesund bleiben. Hier erfahren Sie, wie Sie sich vor Sommerinfekten, Insekten und Co. schützen.

Wie wäre es mit einer Radtour ins Grüne? Mit einem Ausflug zum Badesee? Oder mit einem Grillabend in geselliger Runde? Der Sommer lädt zu spontanen Aktivtäten im Freien ein. Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgen für beste Laune und ein herrlich unbeschwertes Lebensgefühl.

Natürlich können wir die schönste Jahreszeit nur dann genießen, wenn unsere Gesundheit mitspielt. Ein leidiges Thema sind Sommerinfekte, die uns tagelang ans Haus fesseln. Aber auch heftig juckende Mückenstiche und Kreislaufprobleme können die Stimmung merklich trüben. Zum Glück ist es möglich, sich vor vielen typischen Sommerleiden zu schützen. Und wenn bei bestem Wetter doch die Nase läuft, die Herpesbläschen an der Lippe blühen oder der Blutdruck in den Keller sackt, gibt es in Ihrer Apotheke effektive Helfer.

Erkältet bei Hitze?

Manch einer ist irritiert, wenn mitten im Sommer der Hals kratzt, die Nase läuft und Hustenreiz quält. Doch eine solche als Sommergrippe bezeichnete Infektion ist keine Seltenheit. Schließlich sind auch in der warmen Jahreszeit Erkältungsviren aktiv. Ist unser Immunsystem geschwächt, haben die Krankheitserreger leichtes Spiel. Ähnlich wie eine Erkältung im Winter macht die Sommergrippe – die übrigens nichts mit der gefährlichen echten Grippe (Influenza) zu tun hat – durch Schnupfen, Halsschmerzen und Husten auf sich aufmerksam. Oft kommen Kopf- und Gliederschmerzen, leichtes Fieber und Durchfall hinzu.

Vorbeugen kann, wer es an heißen Tagen mit der Abkühlung nicht übertreibt. Das bedeutet zum Beispiel: nasse Badekleidung immer wechseln, Klimaanlagen nicht zu niedrig temperieren und abends auf der Terrasse besser einen Pulli überziehen. Vor allem starke Temperaturschwankungen – etwa von der prallen Mittagshitze ins klimatisierte Auto – strapazieren die körpereigenen Abwehrkräfte.

Hat einen die Sommergrippe doch erwischt, helfen rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke. Gegen Halsweh gibt es Lutschtabletten, bei verstopfter Nase leistet ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig gute Dienste. Gleich gegen mehrere Erkältungsbeschwerden mobil machen Kombinationspräparate. Auch die Natur kennt viele Helfer: So lindert z. B. Gurgeln mit Salbeitee Halsschmerzen. Fertigarzneimittel mit Thymian, Efeu oder Spitzwegerich kommen bei Husten infrage. Lassen Sie sich vom Apotheker beraten, welche Mittel zu Ihren Beschwerden am besten passen.

Genervt von Mücken?

Sie fallen vor allem abends in der Dämmerung über uns her, um Blut zu saugen: Mücken sind echte Plagegeister und können den Aufenthalt in der Natur verleiden. Um die sirrenden Blutsauger auf Abstand zu halten, haben sich Insekten abweisende Mittel bewährt, die auf die Haut aufgetragen oder gesprüht werden. Diese sogenannten Repellents wirken auf den Geruchssinn der Insekten. Der menschliche Eigengeruch, der die Tierchen magisch anzieht, wird überdeckt. Repellents enthalten Substanzen wie DEET oder Icaridin oder auch ätherische Öle. Am besten ist es, sich über geeignete Präparate beim Apotheker zu informieren. Denn nicht jedes Repellent wirkt gleich stark und ist für jeden gleich gut geeignet.

Zusätzlich ist es sinnvoll, in der Natur möglichst helle, lange Kleidung aus festem Stoff zu tragen. Tabu sind süße Parfüms. Gut zu wissen: Vor der Radtour oder dem Freibadbesuch ist es richtig, zunächst die Sonnencreme und erst einige Zeit danach den Insektenschutz anzuwenden.

Gepeinigt von Lippenbläschen?

Warum ausgerechnet jetzt? Diese Frage ist berechtigt, wenn kurz vor der Gartenparty bei Freunden juckende, schmerzhafte Herpesbläschen die Lippe verunstalten. Viele Menschen, die gelegentlich oder sogar regelmäßig Probleme mit Lippenherpes haben, leiden insbesondere im Sommer darunter. Denn langes Sonnenbaden, ein abrupter Klimawechsel vom Heimat- an den Urlaubsort, aber auch Stress und Infektionen können den Ausbruch von Lippenherpes begünstigen. In der Regel dauert es sieben bis zehn Tage, bis der schmerzhafte Spuk wieder vorüber ist.

Um den Heilungsprozess zu beschleunigen und die Beschwerden zu lindern, kommen Salben und Gele mit Wirkstoffen wie Aciclovir, Penciclovir, Docosanol oder Melissenblättern zum Einsatz. Ebenfalls in der Apotheke erhältlich sind transparente Bläschenpflaster, die auf die betroffene Hautstelle geklebt werden. Ausgesuchte Mikronährstoff-Präparate können unterstützend hilfreich sein – Ihr Apotheker berät sie gern! Wichtig: Lippenherpes ist ansteckend, gute Hygiene ist deshalb unerlässlich. Auf keinen Fall sollten die Bläschen mit den Fingern berührt werden, auch Küssen ist tabu.

Probleme mit dem Kreislauf?

Puh, ist das heiß! Spätestens wenn das Thermometer die 30-Grad-Marke knackt, bekommen viele Menschen Kreislaufprobleme. Besonders oft werden ältere Menschen im Sommer von Schwindel und Benommenheit geplagt. Ein Grund: Viele Senioren trinken schlichtweg zu wenig. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist aber gerade bei Hitze extrem wichtig. Tipp: Um das Trinken nicht zu vergessen, am besten die Wasserflasche oder Teekanne immer in Reichweite platzieren.

Grundsätzlich ist es bei hochsommerlichen Temperaturen ratsam, Tätigkeiten zu meiden, die den Kreislauf allzu sehr strapazieren. Schweißtreibender Sport und längere Aufenthalte in der Mittagssonne gehören dazu. Gut gegen niedrigen Blutdruck sind Wechselduschen und moderater Ausdauersport in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. Sackt der Blutdruck in den Keller, kann mitunter schon eine Tasse Kaffee helfen. Den Kreislauf anregende und stabilisierende Präparate, z. B. mit pflanzlichen Wirkstoffen oder auf homöopathischer Basis, gibt es in der Apotheke. Wer allerdings häufiger Probleme mit niedrigem Blutdruck hat, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen.

Quelle: https://www.ratgebergesund.de/

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