Schlafprofil - Vom: 09.10.2017

Schlafprofil

Wer unter schlaflosen Nächten leidet, kann sich in Absprache mit dem Arzt kurzfristig mit Schlafmitteln helfen. Die Landesapothekerkammer Hessen warnt jedoch vor sorgloser Einnahme. Benzodiazepine oder sogenannte »Z-Substanzen« wie Zopiclon und Zolpidem dürfen maximal vier Wochen eingesetzt werden.

von Saskia Fechte

Verändertes Schlafprofil

Die synthetischen Stoffe beeinflussen den natürlichen Schlafrhythmus, die einzelnen Schlafphasen und den natürlichen Tiefschlaf. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, erklärt: »Benzodiazepine selbst können Schlafstörungen hervorrufen. Damit kann es zu einem gefährlichen Kreislauf kommen. Werden die Tabletten missbräuchlich über einen länge-ren Zeitraum eingenommen, lässt ihre Wirkung durch den Gewöhnungseffekt nach.« Immer höhere Dosierungen sowie das Absetzen führen erneut zu Schlafstörungen und schnell in eine Medikamentenabhängigkeit.

Pflanzliche Alternativen

In Ihrer Apotheke bekommen Sie sach-kundige Beratung zu Schlafproblemen sowie pflanzliche Wirkstoffe für die Selbstmedikation. Präparate wie Baldri-an wirken bei leichten Schlafstörungen in ausreichend hoher Dosierung und mit etwas Geduld gut. Es kann zwar bis zu zwei Wochen dauern, bis sich die Wirkung voll entfaltet. Dafür besteht keine Gefahr einer Abhängigkeit.

Hilfreich ist eine gute Schlafhygiene:

  1. feste Rituale am Abend,
  2. kein Fernseher oder Handy im Schlafzimmer,
  3. bei nächtlichem Erwachen lieber aufstehen als stundenlang wach liegen,
  4. Zimmertemperatur nicht zu warm einstellen,
  5. Kaffee, Cola und Alkohol meiden,
  6. ein kurzer Spaziergang am Abend entspannt,
  7. ältere Menschen benötigen weniger Schlaf. Lieber auf das Mittagsschläfchen verzichten und nachts gut durchschlafen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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