Röntgen in der Zahnarztpraxis - Vom: 05.01.2019

Röntgen in der Zahnarztpraxis

In der Zahnarztpraxis sind Röntgenaufnahmen wichtig. Schließlich besteht der Zahn nicht nur aus der sichtbaren Krone, sondern auch aus den im Knochen liegenden Wurzeln. Diese sind nicht ohne weiteres sichtbar. Ein Röntgenbild kann daher erforderlich für die genaue Diagnostik sein.

Nutzen-Risikoabwägung

Röntgenbilder dürfen von Ihrem Zahnarzt nur erstellt werden, wenn sie wirklich nötig sind (Rechtfertigende Indikation). Bei einer normalen Röntgenuntersuchung eines Einzelzahnes ist die Strahlenbelastung vergleichbar gering (0,005 Millisievert). Dieser Wert liegt an der untersten Dosisgrenze aller medizinischer Röntgenaufnahmen. Zum Schutz vor Strahlenbelastung muss der Patient vor einer Röntgenuntersuchung eine Bleischürze umlegen, die die Strahlung blockiert.

Röntgen zur Kariesdiagnose

Röntgen dient der Diagnose und Verlaufskontrolle. Es hilft dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Nicht alle Bereiche im Mund können durch einen Sichttest von Ihrem Zahnarzt untersucht werden. Ihr Zahnarzt kann weder in die Zahnzwischenräume schauen, noch in den Zahn selbst. Röntgenbilder bei einzelnen Zähnen werden zum Beispiel benötigt, um Zahnzwischenraumkaries oder Sekundärkaries (erneute Kariesbildung) zu diagnostizieren.

Tiefere Einblicke ins Gebiss

Ihr Zahnarzt nutzt Röntgenbilder auch, um den Zahnhalteapparat einzelner Zähne zu beurteilen oder des gesamten Gebisses. Röntgen wird eingesetzt bei Zahnfrakturen, Extraktion von Weisheitszähnen, bei Wurzelbehandlungen und bei Implantatsplanungen. Eine Röntgenaufnahme muss von Ihrem Zahnarzt zehn Jahre lang aufbewahrt werden.

Digitales Röntgen

Digitales Röntgen ist eine moderne Methode. Röntgenbilder werden dabei nicht mehr auf analogen Röntgenfilmen aufgenommen, sondern digital. Dies bietet Vorteile für Patienten und Arzt. Digitales Röntgen ist mit weniger Strahlenbelastung möglich. Zudem steht die Aufnahme sofort am Monitor zur Verfügung. Sie muss nicht mehr entwickelt werden. Der Zahnarzt erhält innerhalb von Sekunden ein digitalisiertes Bild, das er zur Beurteilung nutzen und mit dem Patienten besprechen kann.

Ferner kann die Aufnahme durch Bildbearbeitungstechniken gefiltert und somit optimiert werden. Dadurch haben die Röntgenbilder eine höhere Bildqualität. Da die Bilder in digitaler Form vorliegen, können sie leicht bei Überweisungen an Kollegen weitergegeben werden. Digitales Röntgen schont die Umwelt, da keine Entwicklerchemikalien benötigt werden.

Panoramaaufnahmen

Neben Einzelaufnahmen können beim Röntgen Panoramaaufnahmen beider Kiefer mit allen Zähnen angefertigt werden. Die Röntgeneinheit fährt dazu halbkreisförmig um den Kopf des Patienten herum und erzeugt dadurch die Panoramaaufnahme. Röntgen kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Ihre Gesundheit und die Ihrer Zähne zu schützen.

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