Wohltat für die Venen - Vom: 03.08.2016

Wohltat für die Venen

Geschwollene Beine, Besenreiser und Krampfadern können die Sommerlaune merklich trüben. Oft steckt ein Venenleiden dahinter. Beugen Sie vor und steuern Sie gegen – unsere Tipps verraten Ihnen, wie’s geht!

Gutes L, schlechtes S:

Lieber Laufen und Liegen als Sitzen und Stehen“ lautet eine wichtige Faustregel zur Linderung von Beinbeschwerden. Konkret bedeutet das: Regelmäßige Bewegung und Hochlegen der Beine tun den Venen gut, stundenlanges Sitzen oder Stehen ist dagegen schädlich für Menschen mit schwachen Venen.

Ballast abwerfen:

Übergewicht ist einer der Hauptfaktoren für Venenbeschwerden. Es lohnt sich also, den überflüssigen Pfunden den Kampf anzusagen. Ein Mix aus kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung lässt die Kilos langsam, aber stetig purzeln.

Morgengymnastik:

Starten Sie mit einem kleinen Venentraining in den Tag, zum Beispiel mit Beinstrampeln in Rückenlage („Radfahren in der Luft“) – zehnmal vorwärts und zehnmal rückwärts.

Genug trinken:

Mindestens 1,5 Liter sollten wir täglich trinken. Jetzt im Sommer und bei großer Hitze braucht der Körper häufig noch mehr Flüssigkeit. Ausreichendes und regelmäßiges Trinken sorgt auch dafür, dass das Blut nicht verdickt und die Venen besser arbeiten können. Super Durstlöscher sind Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

Wasser marsch:

Top für die Venen sind Wechselduschen und kalte Wadengüsse, die die Blutzirkulation anregen.

Hilfe aus der Natur:

Probleme mit den Venen? Dann können pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke helfen. Venendragees und -kapseln, zum Beispiel mit Wirkstoffen aus rotem Weinlaub oder Rosskastaniensamen, können unter anderem Wassereinlagerungen verhindern, die Durchblutung verbessern und die Gefäße abdichten – und wirken so dem Anschwellen der Beine entgegen. Gut zu wissen: Pflanzliche Venenmittel wirken nicht von heute auf morgen. Es dauert meist einige Wochen, bis sich der gewünschte Effekt einstellt. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Barfuß laufen:

Gewöhnen Sie sich an, so oft wie möglich barfuß zu gehen, mindestens 100 Schritte pro Tag. Besonders gut: im Sand oder auf Gras ohne Schuhe und Strümpfe laufen.

Aktiv im Büro:

Wer lange sitzen muss, solltezwischendurch ein paar kleine Venenübungen auf dem Bürostuhl machen. Zum Beispiel diese: ein Bein strecken und den Fuß abwechselnd beugen und strecken. Übung mit dem anderen Bein wiederholen.

Mehr Bewegung:

Sowohl zur Vorbeugung als auch zur begleitenden Behandlung bei Venenleiden gilt: Bewegung muss sein, denn sie trainiert die Wadenmuskulatur und unterstützt die Venenarbeit. Deshalb: Radeln Sie zum Einkaufen, machen Sie jeden Tag einen Spaziergang und schwingen Sie mal wieder das Tanzbein.

Wellness pur:

Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie sanfte Peelings und Massagen sind nicht nur gesund für die Venen, sondern sorgen auch für ein schönes, gepflegtes Hautbild. Erfrischend und wohltuend bei schweren Beinen wirken Venensalben und -gele zum Einreiben, die es in Ihrer Apotheke gibt.

Druck machen:

Um besser durch den Arbeitstag zu kommen und auch eine längere Autofahrt oder Flugreise ohne geschwollene Beine zu überstehen, leisten Stützstrümpfe (Apotheke) gute Dienste. Sie üben von außen sanften Druck auf die Beinvenen aus und erleichtern ihnen dadurch die Arbeit. Noch deutlich mehr Druck machen Kompressionsstrümpfe, die der Arzt bei einer chronischen Venenerkrankung verordnen kann.

Obst und Gemüse satt:

Saftige Beeren, knackige Salate, leichte Gemüsegerichte – im Sommer schmecken frisches Obst und Gemüse doppelt gut. Greifen Sie reichlich zu, denn die Fitmacher sind nicht nur gesund, sondern meist auch kalorienarm und deshalb gut für die schlanke Linie. Hätten Sie gedacht, dass eine Gurke zu 95 Prozent aus Wasser besteht und kaum Kalorien hat?

Auf zum Arzt:

Anhaltende Probleme mit geschwollenen, schmerzenden Beinen, aber auch Krampfadern und nächtlichen Wadenkrämpfen sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern zum Arzt gehen, am besten zu einem Venenspezialisten (Phlebologen). Der Mediziner kann entscheiden, ob eine Behandlung erforderlich ist.

Beine hoch:

Einfach, aber sehr wirkungsvoll, um die Venenarbeit zu unterstützen, ist es, die Beine am Abend und zwischendurch hochzulegen. Das geht prima auf der Couch, aber auch auf der schattigen Gartenliege.

Bequeme Treter:

High Heels sehen klasse aus, sollten den Venen zuliebe aber nur zu besonderen Anlässen getragen werden. Besser für den Alltag sind bequeme, flache Schuhe, in denen die Füße beim Gehen ganz natürlich abrollen können.

Was die Venen leisten müssen

Die Beinvenen bilden ein Netzwerk aus Blutgefäßen unter der Haut und in der Tiefe des Beines. Sie haben das Kunststück fertigzubringen, verbrauchtes, sauerstoffarmes Blut gegen die Schwerkraft beinaufwärts zu transportieren, damit es in der Lunge wieder mit Sauerstoff angereichert wird. Beim Transport hilft die Wadenmuskulatur, die sich bei jeder Bewegung wie eine Pumpe verhält. Damit das Blut in den Venen nicht wieder abstürzt, sondern stetig vorankommt wie in einem Fahrstuhl, öffnen und schließen sich in den Venen kleine Klappen, die das Blut auf jeder „Etage“ kurz festhalten. Leiern diese Venenklappen irgendwann aus, staut sich das Blut und es bilden sich Krampfadern.

Venenfit mit Zehengymnastik

Die Fußspitzen auf und ab bewegen, die Zehen einziehen und ausstrecken – so können Sie die Wadenmuskeln aktivieren und die Venenarbeit unterstützen. Egal ob Sie ein Handtuch mit den Zehen greifen und hochheben, einen Tennisball unter der Fußsohle hin und her rollen oder einmal versuchen, mit den Zehen zu schreiben: Was Ihre Füße und Zehen trainiert, tut auch Ihren Venen gut.

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