Hier lauern die meisten Krankenhauskeime - Vom: 05.02.2019

Viele Gegenstände, auf denen sich Krankheitskeime ansammeln, lassen sich im Alltag gar nicht vermeiden. Türklinken, Handläufe an Gebäuden oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln sind typische Infektionsquellen für Bakterien und Viren aller Art. Weniger bekannt ist, dass sich auch auf dem eigenen Smartphone jede Menge Krankheitserreger ansammeln können. Bis zu 90-mal am Tag greifen Smartphone-Nutzer zu ihrem liebsten Alltagsbegleiter. Beim Wischen über das Display übertr.gt sich dann die Keimbelastung der Hände auf das Gerät. Regelmäßiges Reinigen des Displays mit einem alkoholfreien Hygienespray aus der Apotheke und eine Displayfolie helfen, die Keimbelastung des Geräts in Grenzen zu halten.

Draußen wie drinnen

Nicht nur auf der Fahrt zur Arbeit und im Job, auch zu Hause lauern in vielen Alltagsgegenständen Krankheitserreger. Die unangefochtene Nummer eins der häuslichen

Keimschleudern ist der Küchenschwamm. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leben in einem Kubikzentimeter des weichen Materials bis zu 54 Milliarden

Bakterien. Zum Vergleich: Seit der Mensch vor 200.000 Jahren die Erde eroberte, haben auf ihr bis heute rund 100 Milliarden Menschen gelebt. Auf zwei Kubikzentimetern

Küchenschwamm befinden sich also mehr Bakterien, als jemals Menschen auf der Erde gelebt haben! Auch verborgene Schimmelstellen an der Wand, die Einstreu von

Haustieren, feuchte Handtücher im Badezimmer oder die eigene Zahnbürste sind für Krankheitserreger wahre Paradiese.

Keimschleuder Heißlufttrockner

Die Vorbeugung vor einem Infekt beinhaltet in der kalten Jahreszeit nicht nur häufigeres Waschen der Hände, sondern auch gründliches Abtrocknen. Denn auf feuchter

Haut können sich die verbliebenen Keime rasch wieder vermehren. Die weitverbreiteten kontaktlosen Heißlufttrockner sind dabei nur scheinbar die bessere Lösung.

Denn Wissenschaftler haben bei Studien in England, Frankreich und Italien ermittelt, dass in Waschräumen mit Heißluftgeräten die Keimbelastung zehn- bis 30-fach

höher war als in Räumen, in denen sich Papiertrockner befanden.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern
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