Achtung, Säureangriff auf die Zähne! - Vom: 21.02.2018

Achtung, Säureangriff auf die Zähne!

Sauer macht lustig! Über diese Volksweisheit können unsere Zähne gar nicht lachen. Denn ihnen kann zu viel Saures schwer zu schaffen machen.

Dass Kariesbakterien der Zahngesundheit durch ihre Säureproduktion ernsthaft schaden können, ist bekannt. Doch auch ohne die gefürchtete Karies im Mund wird so manches Gebiss Tag für Tag auf eine harte Probe gestellt. Denn auch Säuren, die direkt aus Nahrungsmitteln stammen, können den Zahnschmelz angreifen.

Der menschliche Zahnschmelz ist eine hauchdünne Schutzschicht, die jeden unserer Zähne umgibt. Und obwohl er die härteste Substanz ist, die unser Körper herstellen kann, ist der Zahnschmelz doch äußerst sensibel. Säure, die aus Nahrungsmitteln stammt, kann wertvolle Mineralien aus ihm herauslösen und den Zahnschmelz auf Dauer so weit aufweichen, dass er seine wichtige Schutzfunktion verliert. Wird der Zahnschmelz immer wieder mit Saurem überfordert, können mit der Zeit feine Dellen und Risse entstehen. Betroffene merken dann beispielsweise, dass ihre Zähne empfindlich auf Heißes und Kaltes reagieren. Zahnärzte sprechen bei Schäden durch Säuren von Zahnerosionen.

Vorsicht, saure Kost

Zu den sauren Lebensmitteln, die den Zahnschmelz attackieren können, gehören unter anderem kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Limo und Eistee, Süßigkeiten wie Weingummis und saure Drops, Essig und sauer Eingelegtes. Aber auch viele Obstsorten, wie beispielsweise Orangen, Zitronen, Äpfel und Kiwis sowie Fruchtsäfte sind extrem säurereich. So ist es kein Wunder, dass neben Kindern und Jugendlichen, die Limo und saure Bonbons lieben, auch Vegetarier, die reichlich Obst und mit Essig angemachte Salate essen, häufig von Zahnerosionen betroffen sind. Was aber tun, um den Säureangriff auf den Zahnschmelz abzuschwächen und Zahnschäden entgegenzuwirken? Gut ist es zum einen natürlich, den Genuss von verzichtbaren sauren Lebensmitteln wie Cola, Weingummi & Co. zu reduzieren. Saure Obstsorten hingegen, die vitaminreich und gesund sind, sollten keinesfalls vom Speiseplan gestrichen werden. Um die Belastung für den Zahnschmelz zu reduzieren, sollte man jedoch darauf achten, dass die Zähne nicht über den Tag verteilt immer wieder mit Obstsäure in Kontakt kommen. Dann hat der Speichel zwischendurch genug Zeit, um den Säureangriff wieder auszugleichen. Gut ist es außerdem, den Mund nach dem Genuss eines Apfels mit Wasser auszuspülen, um den Säureangriff abzuschwächen.

Zahnpflege mit System

Fürs Zähneputzen gilt: Nicht gleich nach dem Genuss säurehaltiger Lebensmittel zur Zahnbürste greifen, sondern etwa eine Stunde damit warten. Der Grund: Werden die Zähne zu früh geputzt, kann das den Regenerationsprozess des Zahnschmelzes stören. Ein bewährter Helfer für zwischendurch ist übrigens zuckerfreier Zahnpflegekaugummi aus der Apotheke. Wer kräftig kaut, regt dadurch nämlich den Speichelfluss an.

Und noch ein Tipp:

Ein guter Gegenspieler saurer Lebensmittel ist Käse. Die Kombination des Proteins Kasein mit den Mineralstoffen Calcium und Phosphat ersetzt Mineralien im Zahnschmelz. Außerdem wird ein saures Milieu in der Mundhöhle durch Käse neutralisiert.

Quelle: www.ratgebergesund.de

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen